Benrath: Initiative Paulsmühle lässt sich Fahrradstraße vorstellen

Benrath: Initiative Paulsmühle lässt sich Fahrradstraße vorstellen

Mehrere Stadteilpolitiker haben sich mit Anwohnern wegen der anstehenden Verkehrsproblematik getroffen.

Weil es zeitlich gerade nichts verschlägt, wird es in der nächsten Sitzung der Bezirksvertretung (BV) 9 (Freitag, 16. März) auch keinen Beschluss über eine künftige Verkehrsführung in der Benrather Paulsmühle geben. "Wir haben in der Januar-Sitzung den Umbau der Kreuzung Forst-/Kleinstraße beschlossen, damit der Verkehr an dieser Stelle besser aus der Paulsmühle abfließen kann. Das duldete keinen Aufschub, da die Arbeiten ja fertig sein sollen, bevor das Albrecht-Dürer-Kolleg nach den Sommerferien in den Betrieb geht", sagte Bezirksbürgermeister Karl-Heinz Graf im Gespräch mit unserer Redaktion. Ein Beschluss darüber, wie der Verkehr in dem Wohnviertel künftig fließen soll, hat für ihn hingegen derzeit keine Eile. Graf: "Meiner Meinung nach sollte erstmal die Schule den Betrieb aufnehmen, damit wir sehen, wie das läuft." Täglich um die 1200 Schüler werden nach den großen Ferien das neue Kolleg besuchen. Mit welchen Verkehrsmitteln sie kommen, wird sich dann erst zeigen. Die Anwohner befürchten einen enormen Zuwachs an Kfz-Verkehr.

Um noch einmal über eine Lösung der vor der Tür stehenden Verkehrsprobleme zu reden, hatten sich vorige Woche Vertreter der Bürgerinitiative "Lebenswerte Paulsmühle" mit Stadtteilpolitikern aus der BV 9 getroffen. "Wir waren uns alle einig, dass keine der vorgeschlagenen Einbahnstraßenvorschläge der Stadt richtig gut funktionieren würde. Letztlich würde der Verkehr so immer nur von einer Ecke in die andere geschoben", sagte Graf weiter.

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Bei der Initiative hat aber ein Vorschlag des grünen BV-Mitglieds Richard Wagner für Interesse gesorgt. Graf: "Die Grünen hatten die Idee, auf der Telleringstraße eine Fahrradstraße anzulegen." So etwas gibt es schon auf der Friedrichstraße - was dort allerdings für mehr Unfälle gesorgt hat - und bald auch auf der Aachener Straße. So sei bei dem Gespräch nun vereinbart worden, dass sich die Initiative von Richard Wagner noch einmal genau die Idee vorstellen lasse, erläuterte Graf.

Bei der geplanten weiteren Wohnbebauung - die soll neben dem Dürer-Kolleg entstehen - , setzt Graf zudem mit Hilfe seiner BV-Kollegen darauf, dass die Zahl der dort geplanten Wohnungen reduziert wird. "Wir wünschen uns, dass es nur noch wie zunächst einmal geplant nur noch höchstens 320 werden und nicht wie zuletzt vorgesehen über 500." Denn zurzeit entstehen ja auf dem ehemaligen BEA-Areal an der Telleringstraße im Mühlenquartier bereits 375 Wohnungen.

(rö)