Benrath: Hallenbad bleibt wegen Sturmschadens weiter zu

Benrath : Hallenbad bleibt wegen Sturmschadens weiter zu

Wohl erst ab 13. Februar kann das Hallenbad wieder genutzt werden. Im Sommer beginnt der Rückbau.

Sturm "Friederike", der vergangenen Donnerstag heftig über NRW gezogen ist, hat am Dach des Benrather Hallenbades einen größeren Schaden hinterlassen als zunächst gedacht. Die Reparaturmaßnahmen werden nach Einschätzung der Bädergesellschaft bis einschließlich Rosenmontag, 12. Februar, andauern. So lange bleibt das Bad geschlossen. Schul- und Vereinsgruppen müssen - wie auch die Einzelschwimmer - derzeit auf andere Bäder ausweichen.

Die Bädergesellschaft erarbeite derzeit mit mehreren Fachfirmen diese provisorischen Maßnahmen für die Dachkonstruktion des Hallenbades Benrath, um den Betrieb bis zu den Sommerferien gewährleisten zu können, heißt es in einer Pressemitteilung des Bäderbetriebs. Der Gymnastikraum am Hallenbad ist nicht von der Schließung betroffen und kann weiterhin von Sportgruppen genutzt werden.

Allzu aufwändig und kostenintensiv sollten die Reparaturarbeiten am Dach aber nicht werden; schließlich endet zu den Sommerferien die Ära des Benrather Hallenbades. Wie bereits in den vergangenen Jahren praktiziert, schließt das Hallenbad für die Öffentlichkeit an dem Tag, an dem das benachbarte Freibad öffnet. Ein genauer Termin dafür steht noch nicht fest. Für die Vereine und die Schulen wird der Indoor-Badebetrieb noch bis zu den Sommerferien aufrecht erhalten. Also wird spätestens am 15. Juli das Ende des Bades eingeläutet.

Und dann beginnen bald darauf - für Außenstehende erst einmal nicht sichtbar - im Inneren erste Rückbauarbeiten. "Unter anderem bauen wir alles aus, was wir in anderen Bädern noch wiederverwerten können", sagt Carina Jakobi von der Bädergesellschaft. Das gestalte sich zeitlich auch schon mal aufwändiger, was man zuletzt beim Rückbau des Allwetterbades gesehen habe.

Im dritten Quartal dieses Jahres soll dann auch die Feinplanung für das 22,8 Millionen Euro teure Neubauprojekt fertig sein. Die Bädergesellschaft plant auf dem Freibadgelände ein Kombi-Bad aus Hallen- und Freibad. Das Bad-Grundstück an der Regerstraße soll verkauft werden. Hier erhofft sich die Stadt einen Verkaufserlös in Höhe von 13 Millionen Euro, der in die Finanzierung des Neubauprojektes fließen soll.

Das Kombibad soll ein Gesundheitsbad mit einem 25-Meter-Schwimmerbecken mit vier Bahnen und Sprunganlage sowie ein thermisch und akustisch getrenntes Nichtschwimmer-/Kursbecken bekommen. Ferner zählen Vitalwarmwasserbecken, Whirlpool, Kleinkinder-Becken sowie ein Sole-Außenbecken zum Angebot des zweigeschossigen Hallenbades. Die Fertigstellung ist für 2020 avisiert.

(rö)