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Benrath: Gedenken an die Weide auf dem Weiher

Benrath : Gedenken an die Weide auf dem Weiher

Mit dem Baum vor dem Benrather Schloss ist auch ein Wahrzeichen verschwunden. RP-Leser zeigen ihre Erinnerungen.

Dem Aufruf, uns Fotos von der vom Unwetter geborstenen Trauerweide zu schicken, sind viele Leser nachgekommen. Eine Auswahl drucken wir hier ab. Derweil wird - auch unter unseren Lesern - kontrovers diskutiert, ob an gleicher Stelle eine neue Trauerweide gepflanzt werden soll.

Benrath: Gedenken an die Weide auf dem Weiher
Foto: ley

"Ja", sagt dazu Udo Skalnik, neues Mitglied in der Bezirksvertretung 9: "Und zwar ein recht großes Exemplar." Er, so Skalnik, kann sich gut vorstellen, dass die BV aus ihren finanziellen Verfügungsmitteln die Neubepflanzung unterstützen werde. Auch Arnica Hemmerling will das tun: "Ich bin als Urdenbacher Bürgerin und große Liebhaberin des Benrather Schlossparks tieftraurig über den Verlust der Trauerweide", sagt sie. Bei der Pflanzung einer neuen Weide würde sie deshalb auf jeden Fall "tatkräftig" mithelfen.

 Irène Lang und Johannes Korsten hielten diesen Moment im Februar 2012 fest. Dank der Eisdecke konnten Besucher die Insel damals genau erkunden.
Irène Lang und Johannes Korsten hielten diesen Moment im Februar 2012 fest. Dank der Eisdecke konnten Besucher die Insel damals genau erkunden. Foto: Lang

Wanderführerin Rosa-Maria Ludigs bleibt der Baum ebenfalls in positiver Erinnerung. Mit dem Sauerländischen Gebirgsverein ist sie oft auf dem Wanderweg durch den Benrather Schlosspark an ihm vorbeigekommen. Nun wird ihr der Anblick auf ihrer Lieblingswanderung, wie sie sagt, fehlen. Dass daraus keine Ewigkeit wird, das wünscht sich Karin Schumacher: "Die Trauerweide war zu jeder Jahreszeit ein Hingucker und muss unbedingt durch eine Neupflanzung ersetzt werden. Wo sollen denn die Nilgänse sonst brüten", fragt sie. Eine neue Weide muss her, ist auch Hildegard Ley überzeugt: "Ich gehöre zur großen Trauergemeinde der Weide und wünsche mir, dass eine neue gepflanzt wird", fordert sie. Egon Seitz aus Monheim vermisst fortan gleich zwei Dinge auf dem Weiher vor dem Schloss: die Trauerweide und die Gold-Kugel, ihres Zeichens Installation des amerikanischen Künstlers James Lee Byars. Mehr als ein Jahr lang schwebte die Kugel im Rahmen der Quadriennale 2010 über dem Wasser. Kurz darauf wurde sie wieder abmontiert - sie habe keine historische Authentizität, fand die Stiftung Schloss Benrath. Die Weide musste nun alles andere als freiwillig den Platz räumen.

Die Bürger dürfen jedoch trotzdem hoffen: Gartenamt und Stiftung haben ebenfalls bereits signalisiert, sobald es möglich ist, einen neuen Baum pflanzen zu wollen.

(RP)