Gedenken an die Reichsprogromnacht

Schloßgymnasium und Heimatarchiv gedenken verfolgter jüdischer Mitbürger : Gedenken an die Pogromnacht vor 80 Jahren

Zum 80. Mal jährt sich die Pogromnacht. In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 wurden auch die in Benrath lebenden jüdischen Mitbürger vom NS-Terror heimgesucht. Aus diesem Anlass veranstalten das Heimatarchiv und das Schloßgymnasium eine Gedenkstunde, die an diese Vorgänge erinnern will.

Zwölf Schüler eines Geschichtskurses des Schloßgymnasiums unter Anleitung von Studienrat Philipp Schäfer und Archivleiter Wolfgang D. Sauer werden die Gedenkstunde gestalten. Sie werden in Kurzvorträgen und anhand anschaulicher Materialien berichten, was sich damals an diesen beiden Novembertagen in Benrath zugetragen hat.

Die Veranstaltung beginnt am Freitag, 9. November, um 11 Uhr am ehemaligen Synagogengebäude an der Friedhofstraße gegenüber der Pfarrkirche St. Cäcilia. Von dort geht es dann zu den Stolpersteinen auf der Hauptstraße 46, die an drei ehemals in Benrath lebende jüdische Mitbürger erinnern. Sie wurden, obwohl ihnen die Flucht gelang, Opfer der Nationalsozialisten.

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Das Schloßgymnasium und das Heimatarchiv Benrath laden auch interessierte Benrather zur Gedenkstunde ein, die, so Archivar Wolfgang D. Sauer, eine besondere Aktualität besitzt. „Erinnern an diese Zeit heißt nämlich auch wachsam bleiben, vor allem, wenn man an die jüngsten Ereignisse etwa in Chemnitz denkt“, sagt er.