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Benrath: Ganz normaler Schulsport auf dem Eis

Benrath : Ganz normaler Schulsport auf dem Eis

350 Grundschüler traten bei den Stadtmeisterschaften in Benrath in verschiedenen Disziplinen gegeneinander an.

Ohne die leise Hintergrundmusik wäre es in der Eissporthalle Benrath mucksmäuschenstill gewesen. Erstaunlich, befanden sich doch über den Vormittag verteilt gut 350 Grundschüler auf dem Eis. "Daran kann man erkennen, wie konzentriert die Schüler sind", erläutert Jörg Heinold. Er ist Berater im Schulsport und betreute mit einigen Kollegen die 34. Stadtmeisterschaften im Eislaufen der Grundschulen.

Eislaufen ist im Düsseldorfer Vereins- und Schulleben fest verwurzelt. Das hat nicht nur mit den Erfolgen der DEG zu tun. "Wir wollen den Kindern vielfältige Bewegungserfahrungen bieten. Das ist Bestandteil der ganzheitlichen Entwicklungsförderung", erklärt Heinold. Motorische und kognitive Entwicklung sind eng miteinander verzahnt. Für die meisten der Sieben- bis Zehnjährigen ist die Fortbewegung auf dem glatten Untergrund noch immer etwas Besonderes. Einigen aber ist der Schlittschuhschritt, ob vor- oder rückwärts, schon in Fleisch und Blut übergegangen. "Die Jungs, die bei der DEG spielen, erkennt man am Eishockeyhelm und oft auch an den Handschuhen", so Heinold. "Viel beeindruckender sind aber die zierlichen, kleinen Mädchen, die auf dem Eis plötzlich abgehen wie eine Rakete." Die sind meist Mitglied in der DEG-Eiskunstlaufabteilung.

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Gefühlt war die Mannschaft der Gemeinschaftsgrundschule (GGS) Grafenberger Allee der Favorit, die einige Kinder von DEG-Eishockeycracks, eine Eiskunstläuferin im Team sowie als "Co-Trainer" Ingo Lingemann dabei hatte. Er stand 1967 in der ersten Eishockey-Meistermannschaft der DEG, und sein Enkel flitzte übers Benrather Eis. "Wir haben immer montags unsere Eislauf-AG im Eisstadion an der Brehmstraße. Regelmäßig sind 20 Kinder dabei. Es kostet nichts und ist ganz normaler Schulsport", erläutert Stephanie Stauder, Lehrerin an der GGS Grafenberger Allee.

Stadtmeister sind sie aber dann doch nicht geworden. Die GGS Garather Straße in Urdenbach hat bei den sechs Übungen (Ausdauerlauf, Slalom, Hocke, Storchenlauf, Rückwärtslauf, Staffel) mit 180 Punkten die optimale Punktausbeute geschafft. Da konnte keine andere der 35 Grundschulen mithalten. Bis auf die GGS Grafenberger Allee. Sie kam mit 178 auf nur zwei Zähler weniger und wurde Zweite.

(RP)