Frank Spinnraths ist neuer Leiter der Benrather Polizeidienststelle

Schwerpunktdienst : Für die Sicherheit im Süden

Frank Spinnraths koordiniert den Schwerpunktdienst der Polizeiinspektion Süd von Friedrichstadt bis Hellerhof. Außerdem nehmen er und sein Team in der Benrather Dienststelle Anzeigen entgegen.

Der neue Leiter des Schwerpunktdienstes der Polizei im Düsseldorfer Süden heißt Frank Spinnraths. Der 50-jährige Beamte hat sein Büro in der Wache an der Börchemstraße in Benrath bezogen – die offiziell nur eine Nebenwache ist. Dort übernimmt er außerdem die Leitung der Liegenschaft, koordiniert also das Personal vor Ort und ist Ansprechpartner der Beamten, die im Kontakt mit den Bürgern stehen. „Und wenn es am Gebäude einen Defekt gibt, bin ich es auch, der mit dem Vermieter spricht“, sagt Spinnraths lachend.

Der 50-jährige Polizeibeamte ist Düsseldorfer durch und durch. Er ist Mitglied der Fortuna, über seinem Schreibtisch in Benrath hängt eine große Vereinsflagge. Er bezeichnet sich selbst als „Ur-Oberbilker“, ist in seinem Heimatstadtteil im Brauchtum aktiv. Aber auch den Düsseldorfer Süden kennt Spinnraths gut. „Meine Großmutter wohnte in Benrath, und als Kind habe ich die Wochenenden immer hier verbracht“, erzählt er. Auch nach seiner Ausbildung bei der Polizei wurde er im Düsseldorfer Süden eingesetzt.

Jetzt koordiniert und leitet er den Schwerpunktdienst im Düsseldorfer Süden, also etwa zwischen Graf-Adolf-Straße und Hellerhof. „Es geht vor allem um die Bekämpfung der Straßenkriminalität an den Hotspots, aber auch um das Vollstrecken von Haftbefehlen, die Unterstützung anderer Teams und die Überwachung des Verkehrs“, fasst Spinnraths seine Aufgaben zusammen. Er schätzt, dass er in Benrath die Hälfte seiner Arbeitszeit im Büro verbringen wird, die andere Hälfte auf der Straße. „Es ist wichtig, dass die Polizei Präsenz zeigt. Die Leute müssen wissen, dass wir da sind“, sagt er. Daher sei es auch sinnvoll, vom Standort in Benrath aus den Schwerpunktdienst im Stadtsüden zu koordinieren. „Wir haben von hier aus deutlich kürzere Wege in die Viertel als die Kollegen aus Bilk oder Wersten“, sagt Spinnraths.

Er erzählt, dass das sein neues Einsatzgebiet verhältnismäßig ruhig sei. „In Benrath, Garath und den umliegenden Stadtteilen gibt es nichts, worum wir als Polizei uns im Besonderen sorgen müssen“, sagt der neue Leiter der Benrather Dienststelle. Die Statistik sei gut – allerdings wolle er sie noch weiter verbessern. „Es gibt zum Beispiel immer wieder Fahrraddiebstähle am Benrather Bahnhof – da wollen wir aktiv werden“, verrät er.

Gleich zu Beginn seiner Amtszeit in Benrath äußert sich Frank Spinnraths zu einem Thema, das in der Bevölkerung intensiv diskutiert wird: Aktuell wird geprüft, ob die Benrather Nebenwache an der Börchemstraße rund um die Uhr besetzt sein muss. „Nachts muss das nicht unbedingt sein“, findet Spinnraths. Es gebe nur sehr selten wirklich dringende Fälle, die sofort nachts in der Wache bearbeitet werden müssen. Natürlich hieße eine nächtliche Schließung der Dienststelle nicht, dass Benrath dann ohne Polizeischutz sei. „Die Streifenwagen würden wie gewohnt durch das Viertel fahren“, sagt der Beamte. Und weiter: „Ich kann jedem Bürger versichern, wenn etwas passiert, ist die Polizei da – und sie ist schnell da.“ Nur der wachhabende Beamte könne effektiver für die Sicherheit der Menschen werden – zum Beispiel in den Streifenwagen, die nachts ihre Runden in den Stadtteilen fahren. „Und wer in Benrath klingelt, wird per Sprachanlage sofort mit der Wache in Wersten verbunden, die im Zweifelsfall genauso schnell Einsatzkräfte vor Ort bestellen kann“, erklärt Frank Spinnraths.

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