Entscheidung über Eishallen-Neubau fällt am Mittwoch

Benrath: Entscheidung über Eishallen-Neubau fällt am Mittwoch

In nichtöffentlicher Sitzung soll die Politik über einen Neubau der Eishalle an der Kappeler Straße beschließen.

Das Ziel ist erreicht: Über 5800 Menschen, darunter über 4000 aus Düsseldorf, haben inzwischen die Online-Petition gegen die Schließung der Benrather Sparkassen-Eissporthalle unterzeichnet. Stand jetzt ist Ende April in der Paulsmühle mit Eislaufen Schluss. 2015 war zwischen der Stadt und der Sparkasse als Eigentümerin verhandelt worden, dass die Halle nach Ablauf der Wintersaison 2018/2019 an die Stadt fällt, weil inzwischen das Stiftungsgeld aufgebraucht ist.

Damals hatte der Verwaltungsrat der Stadtsparkasse beschlossen, die Einrichtung mit einer Summe von rund 1,2 Millionen Euro über diesen Zeitraum weiter am Laufen zu halten. Doch die Jahre sind verstrichen, ohne dass konkret ein Ersatz geplant wurde. Ampelmehrheit und Sportdezernent favorisieren einen Neubau an der Kappeler Straße, unter anderem weil es dort keine Wohnbebauung gibt. Das Gelände gehört der Stadttochter Industrieterrains Düsseldorf-Reisholz (IDR). Es soll einen nahtlosen Übergang geben, doch ob das bedeutet, dass die alte Halle erst zumacht, wenn die neue betriebsbereit ist, ist derzeit noch etwas unklar.

Wahrscheinlich kommt es nun nächste  Woche zum Showdown. Am Mittwoch, 23. Januar, gibt es eine gemeinsame nichtöffentliche Sondersitzung des Sportausschusses und des Ausschusses für Wirtschaft, Tourismus und Liegenschaften. Einziger Tagesordnungspunkt ist der Neubau einer Eissporthalle am Standort Kappeler Straße.

Ende des Monats läuft die Petition aus, die im September 2018 gestartet wurde. Darum hat Initiator Klaus Cervo Oberbürgermeister Thomas Geisel und Stadtdirektor und Sportdezernent Burkhard Hintzsche per E-Mail angeschrieben und für Anfang Februar um einen persönlichen Termin zur Abgabe der Listen gebeten. In der Mail an Thomas Geisel und Burkhard Hintzsche schreibt Klaus Cervo, dass den Petenten in erster Linie der Erhalt der Eishalle am jetzigen Standort am Herzen liegt. „Es ist uns aber auch bewusst, dass, wenn es nicht möglich ist, den jetzigen Standort zu erhalten, eine Alternativlösung geschaffen werden muss. Hier werden wir allerdings dann weiter darum kämpfen, dass der jetzige Standort erhalten bleibt, bis eine neue Halle für den Düsseldorfer Süden steht.“ Es sei für die Petenten keine Lösung, die Halle bereits 2019 abzureißen, wenn der Neubau irgendwann 2020 oder später fertig sei.

Die meisten Unterzeichner der Online-Petition kommen aus dem Düsseldorfer Süden, aber es gibt auch Stimmen aus dem Norden der Stadt. Ebenfalls stark vertreten ist das Umland mit Hilden, Langenfeld und Monheim. In seiner Mail an die Stadtspitze wird Cervo auch deutlich: „Wir werden vermehrt von Familien angesprochen, die schockiert über die Informationspolitik der Stadt und den eventuell kommenden Abriss der Halle sind. An die 60 Prozent der Unterzeichner der Online-Petition wären selber von der Schließung der Eishalle betroffen, heißt es auf der dazugehörigen Internetseite.

Klaus Cervo verweist in seiner Mail auf die unterschiedlichen Nutzergruppen der Eishalle: Es spielen dort sieben Vereine und die Grundschulen aus dem Düsseldorfer Süden haben Eislaufen auf ihrem Lehrplan. In den freien Eislaufzeiten kommen Familien sowie Jung und Alt zusammen. In den Discolaufzeiten ist dafür gesorgt, dass Jugendliche nicht irgendwo anders abhängen. Es wird Eisstockschießen angeboten und selbst Menschen mit Behinderung genießen die Bewegung auf dem Eis.

Der Link zur Petition: https://www.openpetition.de/petition/online/gegen-die-schliessung-der-eissporthalle-duesseldorf-benrath