Benrath: Eine Straße für Hilde Viehring

Benrath: Eine Straße für Hilde Viehring

Heimatarchiv möchte so die 1981 gestorbene Künstlerin geehrt wissen.

Immer dort, wo viele neue Wohnungen entstehen, müssen neue Straßennamen gesucht werden. Bislang steht nur fest, dass Boxer Max Schmeling so in der Paulsmühle geehrt werden soll. Dort wurde er nicht nur entdeckt, sondern er absolvierte im Viertel auch seine ersten Amateurkämpfe. Da in der Landeshauptstadt mehr Straßen Männer- als Frauennamen tragen, sucht die Verwaltung nach Vorschlägen aus den Reihen des weiblichen Geschlechts.

Für eine der zu benennenden Straßen in der Paulsmühle können sich die Aktiven des Benrather Heimatarchivs um ihren Leiter Wolfgang D. Sauer Hilde Viering (1898-1981) vorstellen, eine zu "unrecht vergessene Künstlerin". Im Stadt-Süden finden sich ihre Buntglasfenster in der Dankeskirche und in der Gemeinschaftsgrundschule an der Südallee. In Urdenbach renovierte sie auch die barocke Predigtkirche von 1693. Ferner arbeitete sie für die Anbetungskirche in Hassels und für den evangelischen Kindergarten in Holthausen. Eng befreundet war sie mit der Benrather Sprechkünstlerin Erika Müller. Durch ihre Zusammenarbeit wurde Benrath für Hilde Viering zur zweiten Heimat. Hier machte sie sich mit einem Atelier selbstständig: Auf dem Gelände des Müller'schen Hauses richtete sie eine Werkstatt für angewandte Kunst ein.

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Beerdigt wurde Viering auf dem evangelischen Friedhof in Urdenbach in der Begräbnisstätte der Familie Müller. In diesem Jahr wäre Hilde Viering 120 Jahre alt geworden - ein Anlass, so Sauer, dieser Künstlerin zu gedenken.

(rö)
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