Benrath: Ein volles Haus beim Kinder-Trödelmarkt

Benrath : Ein volles Haus beim Kinder-Trödelmarkt

Der Erlös soll dem Veedelszoch in der Paulsmühle zu Gute kommen

Klar, in der Fünften Jahreszeit organisieren Karnevalsvereine Veranstaltungen. So auch die Interessengemeinschaft Paulsmühler Jecken. Doch was das sechsköpfige Orga-Team der Karnevalisten im Bunker an der Paulsmühlenstraße auf die Beine stellte, hatte so gar nichts mit der Session zu tun.

Dennoch herrschte im Saal wie bei so manch einer Narrensitzung drangvolle Enge. Beim ersten Kindersachen-Trödelmarkt war die Stimmung gut, denn direkt bei der Premiere waren die hundert Meter Standfläche ruckzuck ausgebucht. "Es war eigentlich als Test gedacht. Uns hat es überrascht, dass so viel Interesse bestand", meint Paulsmühler Jecken-Kassiererin Nicole Horn. "Wir werden den Trödelmarkt wiederholen."

Die Idee, mal einen Kindersachen-Trödel zu veranstalten, die schwirrte bei den Narren schon lange im Kopf herum. "Wir haben uns im Verein zum Wintergrillen getroffen. Wenn schon viele Paulsmühler Jecken vor Ort sind, kann man auch noch den Trödel dranhängen", erklärt Vereins-Vize und Veedelszoch-Leiter Robert Steiger. Er freut sich, dass die Flohmarkt-Premiere direkt zum Erfolg wurde, denn der Erlös wird zur Finanzierung des Veedelszochs (10. Februar) verwendet.

Im Bunkersaal reihten sich Babystrampler an Söckchen, Puppen lagen neben Spielzeugautos, Kinderbücher neben Hörspielen. Für alle Eltern von Kindern zwischen null und sieben Jahren war es das reinste Einkaufsparadies, weil nicht nur das Angebot, sondern auch die Preise stimmten. So verlangte Patricia Seifert für ein paar Babysocken lediglich 20 Cent, einen Strampler gab es bei ihr für 50 Cent. Ihr teuerstes Stück war das Taufkleid ihrer einjährigen Tochter.

Zugelassen waren ausschließlich Privatleute. "Wir möchten, dass sich die Leute in der Paulsmühle untereinander kennenlernen", so Steiger. "Wir werden uns stärker ins soziale Gefüge einbringen, mit anderen Vereinen und Schulen kooperieren und so das nachbarschaftliche Zusammengehörigkeitsgefühl in unserem Viertel stärken."

(tino)
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