Düsseldorf: Zahl der Straftaten im Stadtbezirk 9 rückläufig

Polizeistatistik für den Stadtbezirk 9 : Zahl der Straftaten im Stadtbezirk 9 rückläufig

Hartmut Deutsch (60) leitet die Benrather Wache der Polizei an der Börchemstraße. Er folgte auf Hartmut Albert.

(rö) Die Kriminalitätszahlen im Düsseldorfer Süden für den Stadtbezirk 9 für das abgelaufene Jahr können sich sehen lassen. Die Zahl der Straftaten ist seit 2014 jedes Jahr gesunken. Waren es vor fünf Jahren noch 6574 Taten, sank die Zahl bereits ein Jahr später auf 5720 Vorkommnisse. 2018 waren es noch 5070 Fälle. Das ist im Vergleich zur Zahl von 2014 ein Rückgang um 22,9 Prozent. Damit verhält sich die Entwicklung im Stadtbezirk 9 genauso wie zum einen die in der Gesamtstadt (-21,1 Prozent), zum anderen wie die für den Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Süd, die für alles zuständig ist, was sich südlich vom Graf-Adolf-Platz befindet. Hier beträgt der Rückgang 22 Prozent.

Im Bereich der Straßenkriminalität, dazu zählen Raubüberfälle auf der Straße genauso wie der Diebstahl von Fahrrädern bis hin zu Sachbeschädigung an öffentlichem Eigentum, ist die Zahl um 259 Delikte auf 1326 Vorfälle gesunken. Auch die Zahl der Wohnungseinbrücke im Stadtbezirk 9 ist im vergangenen Jahr erneut rückläufig; 2018 waren es 64 Delikte weniger bei einer Gesamtzahl von 126. Polizeidirektor Thomas Decken führt das auch darauf zurück, dass immer mehr Menschen ihre Häuser und Wohnungen besser gegen Einbrüche schützen.

In die Sitzung der Bezirksvertretung 9 brachte Decken auch den neuen Leiter der Benrather Polizeiwache mit. Hartmut Deutsch hat die Position von Hartmut Albert übernommen. Der 60-Jährige wohnt in Ludenberg und kennt den Süden, weil er bereits seit zwölf Jahren in der Polizeiinspektion Süd arbeitet.

Neben der Kriminalitätsstatistik nannte Decken auch die Verkehrsunfallzahlen für den Stadtbezirk. Diese Zahlen sind im Vergleich zu 2017 in allen Bereichen leicht gestiegen. Für Decken ist das aber kein Grund zur Besorgnis, weil die Zahlen 2017 „grandios klein“ gewesen seien. Zwei Tote waren 2018 auf den Straßen des Stadtbezirks zu verzeichnen. Eine ältere Frau war mit ihrem Rollator unglücklich vor eine Straßenbahn gefallen. Im Vergleich zum Vorjahr gab es 48 Schwerverletzte (2017: 29), 44 Kinder und 43 Senioren sind im vergangenen Jahr im Straßenverkehr zu Schaden gekommen; das Jahr davor waren es 28 Kinder rund 42 Senioren gewesen. Probleme bereiten auch im Stadt-Süden die Radfahrer. Während weniger Fußgänger verletzt wurden, ist die Zahl der Unfälle mit Radfahrern, vor allem mit E-Bikes, stark gestiegen. Hier ist ein Zuwachs um 46 Prozent zu verzeichnen.

(rö)
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