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Düsseldorf-Süd: Mit 79 die Pfeife an den Nagel gehängt

Schiedsrichter Rudi Boschke ist nun endgültig im Schiri-Ruhehstand : Mit 79 die Pfeife an den Nagel gehängt

Weit über 2000 Amateur-Fußballspiele hat er in seiner 53 Jahre währenden Karriere als Unparteiischer geleitet. „Jetzt ist endgültig Schluss“, erklärt der 79-Jährige, der 2012 bereits seine Pfeife hatte an den Nagel hängen wollen.

(hel) Düsseldorfs Schiedsrichter-Legende Rudi Boschke geht in den Ruhestand. Weit über 2000 Amateur-Fußballspiele hat er in seiner 53 Jahre währenden Karriere als Unparteiischer geleitet. „Jetzt ist endgültig Schluss“, erklärt der 79-Jährige. Schon 2012 hatte er seine Pfeife eigentlich an den Nagel hängen wollen. Wegen des chronischen Schiedsrichtermangels jedoch konnte ihn Schiri-Obmann Martin Warmbier seinerzeit zum Weitermachen überreden. 2017 wurde Boschke vom Fußballkreis Düsseldorf der Titel „Ehrenschiedsrichter“ verliehen.

„Fußball ist ein Leben lang mein Hobby gewesen“, sagt Boschke, dessen aktive Fußballer-Laufbahn als Mittelfeldakteur beim Landesligisten SSV Oberkassel (heute SC West) 1961 nach einer schweren Schulterverletzung ein vorzeitiges Ende fand. „So bin ich Schiedsrichter geworden“, begründet Boschke den damaligen Karrierewechsel. Höhepunkt seiner Tätigkeit als Unparteiischer war Ende der 70er Jahre eine Verbandsligapartie zwischen Olympia Bocholt und Schwarz-Weiß Essen, bei der Boschke vor einer Kulisse von 1000 Zuschauern dem Schiedsrichtergespann angehörte. „Das war Gänsehautstimmung“, erinnert er sich.

Boschkes Stammvereine waren die SPVGG Benrath 10, Alemannia 06, die SG Benrath-Hassels und der VfL Benrath. Zudem hing sein Herz einst am Hamburger SV. „Das war noch vor Bundesligazeiten“, verrät er, das Brüder-Gespann Dieter und Uwe Seeler habe ihn sehr beeindruckt. Heute drückt Boschke der Fortuna die Daumen. Seine körperliche Fitness erhielt er sich mit regelmäßigen Fahrradtouren durch die Urdenbacher Kämpe und einer gesunden Lebensführung – „nicht rauchen, kein Alkohol“, lautet die Devise.

Ab jetzt wird er Fußballspiele ausschließlich als Zuschauer besuchen. Es sei denn, es tritt der Notfall ein, dass bei einer Kreisligapartie, bei der er zufällig anwesend ist, der ursprünglich angesetzte Unparteiische kurzfristig ausfällt. „Dann“, so sagt Rudi Boschke, „bin ich immer noch bereit…“