Düsseldorf: Stadttochter IDR reicht Bauantrag für Eissporthalle ein

Eissport im Düsseldorfer Süden : Stadttochter IDR reicht Bauantrag für neue Eissporthalle ein

Die Stadt plant zur besseren Verkehrsabwicklung an der Kreuzung Kappeler Straße/Nürnberger Straße einen Kreisverkehr. Über dieses Nadelöhr fahren viele Lastwagen.

Der Ersatzneubau der Benrather Eissporthalle an die Kappeler Straße für die Sportanlage in der Paulsmühle ist beschlossene Sache. In der Sitzung am 31. Januar hatte der Rat der Stadt das Bauprojekt einmütig verabschiedet. Der Zeitplan ist sportlich: Bereits im Dezember 2020 soll die Anlage in den Betrieb gehen. Die Stadttochter Industrieterrains Düsseldorf-Reisholz (IDR) baut im Auftrag der Stadt die Eissporthalle auf ihrem Grundstück an der Kappeler Straße.

Damit wie geplant im Spätsommer der Grundstein gelegt werden kann, ist noch jede Menge zu tun. Dort, wo das Gebäude hin soll, stehen Container, die in den vergangenen Jahren als Flüchtlingsunterkunft genutzt wurden. Die Stadt hat die Bewohner inzwischen an andere Standorte verteilt. Ende des Monats, berichtet IDR-Vorstand Ekkehard Vincon, soll die Anlage an die IDR übergeben werden. Kommenden Monat soll der Abbau beginnen. Die Container gehen, so Vincon, gehen an die Herstellerfirma zurück. Im Anschluss wird zunächst die Bodenplatte abgetragen, auf der die Container stehen. Sie gehörte einst zu einer alten Werkhalle.

Den Bauantrag hat die IDR in der vergangenen Woche bei der Stadt abgegeben, nicht ohne vorher eine Vorbesprechung mit den entsprechenden behördlichen Stellen (Bauaufsichtsamt, Feuerwehr und Umweltamt) abgehalten zu haben, wie Vorstand Ekkehard Vincon weiter berichtet.

Während die Vorbereitungen für den Bau der Anlage also laufen, sind andere Punkte bislang noch nicht geklärt. So hatten die Grünen in der Sitzung der Bezirksvertretung (BV) 9 unter anderem nach der zukünftigen Anbindung der Sportstätte gefragt, sowohl mit öffentlichen Verkehrsmitteln als auch mit dem Auto. Als Antwort erhielten die Grünen, dass zunächst der konkrete Bedarf einer ÖPNV-Erweiterung ermittelt werden müsse, bevor die Stadt in Gespräche mit der Rheinbahn gehe. Für bedenkenswert hält die Verwaltung auch die Idee von Ernst Welski, der für die Grünen in der BV 9 sitzt, den motorisierten Individualverkehr über „die zurzeit stillgelegte IDR-Gleistrasse zwischen Paul-Thomas-Straße und Kappeler Straße“ zu führen.

Zudem plant die Stadt, die stark befahrene Kreuzung Kappeler Straße/Nürnberger Straße zu einem Kreisverkehr umzubauen, um die Verkehre, wie es heißt, besser und sicherer abzuwickeln und die Geschwindigkeiten zu reduzieren. An dieser Stelle, an der viel Schwerlastverkehr unterwegs ist, ist es in der Vergangenheit diverse Male zu Beinahunfällen mit abbiegenden Lastern gekommen. Auch sollen die Haltestellen in dem Bereich barrierefrei ausgebaut werden.

Geplant ist, das alte Carborundum-Bürogebäude, in dem für zwei Jahre die Benrather Hauptschule untergebracht ist, abzureißen und dort für die Eishalle einen Parkplatz zu bauen. Den Abriss sehen viele Bezirksvertreter kritisch. Denn in den Umbau für die Schule hatte die IDR viel Geld gesteckt. Und noch vor einiger Zeit, so Welski, habe die IDR das Gebäude als Gesundheitszentrum ausbauen wollen. Aus Sicht der Stadt ist „ansonsten eine direkte Zuwegung über den öffentlichen Straßenraum zur Halle nicht möglich.“

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