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Düsseldorf: St.-Cäcilia-Schützen legen Kranz am Hochkreuz ab

Bereits 1961 wurde das Schützenfest wegen Seuchengefahr abgesgat : St.-Cäcilia-Schützen legen Kranz am Hochkreuz ab

Wegen Corona haben die Benrather Schützen nicht am ersten Juli-Wochenende nicht ihr Schützenfest feiern können. Lediglich die Ehrung der verstorbenen Schützenmitglieder fand statt.

(RP) Am Wochenende hätten die St.-Cäcilia-Schützen in Benrath ihr Schützenfest gefeiert, wenn es nicht Corona gäbe. Trotzdem hatte sich die Schützenbruderschaft entschieden, ihrer Verstorbenen zu gedenken. Dazu traf sich eine Abordnung aller Kompanien am Samstag auf dem Pfarrfriedhof von St. Cäcilia. Dort wurde ein Kranz am Hochkreuz niedergelegt.

Nicht zum ersten Mal wurden wegen einer Virusepedemie Schützenfeste abgesagt. 1961 wurden die Feierlichkeiten durch das Gesundheitsamt wegen Seuchengefahr verboten. Diese Maßnahme war nötig geworden, da in Düsseldorf eine Polioepedemie (Kinderlähmung) ausgebrochen war. Das Protokoll der Schützen vermerkt dazu: „Zwei Tage vor Beginn unseres Festes wurde, genau wie in Kaiserswerth und Derendorf, das Schützenfest verboten. Der Schützenplatz war bereits zu 80 Prozent mit Schaustellern bebaut, auch das angemietete Zelt stand bereits.“

Mit dabei war Karl-Dieter Heinen. Der heute 85-Jährige erinnert sich: „Regimentskönig Alfred Jätzel aus der Sebastianus-Kompanie verlängerte seine Regentschaft um ein Jahr. Der Regimentsprinz verzichtete auf ein weiteres Jahr im Amt. Damit musste ein neuer Regiments­prinz her. Ich wurde gefragt, ob ich das machen wollte. Damals war ich der einzige Jungschütze mit Freundin“, bemerkt er lachend, „und so bekam ich Kette und Diadem für die Prinzessin ausgehändigt und war damit zum zweiten Mal nach 1958/59 Regimentsprinz.“