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Düsseldorf: Spatenstich für neues Benrather Schwimmbad

Bau in Benrath : Spatenstich für neues Benrather Schwimmbad

An der Regerstraße entsteht ein Mehrgenerationenbad mit dem Fokus auf Gesundheit. Der alte Außenbereich wird beibehalten.

Wo vor einem Jahr noch das Benrather Schwimmbad stand, sind heute nur noch eine Wiese und Bauschotter übriggeblieben. Lediglich das relativ neue Außenbecken erinnert noch an das alte Bad, der Pool ist mit Flatterband abgesperrt, unter der Rutsche steht ein orangefarbener Bagger. Doch wenn die Pläne der Stadt aufgehen, können die Benrather hier in zwei Jahren wieder ins Wasser springen.

Gestern wurde – bei nicht gerade einladendem Freibad-Wetter – der erste Spatenstich für das neue Mehrgenerationenbad an der Regerstraße vorgenommen. Oberbürgermeister Thomas Geisel eröffnete die Bauarbeiten gemeinsam mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden der Bädergesellschaft Düsseldorf, Peter Schwabe, und deren Geschäftsführer Roland Kettler. Kettler hatte mit seiner Aussage, Düsseldorfs Schwimmbäder seien „abgebadet“ den Anstoß für das städtische Bäderkonzept gegeben, in dessen Rahmen der Neubau in Benrath – gemeinsam mit anderen Sanierungen und Neubauten – stattfindet. Außerdem sollen die einzelnen Bäder spezialisiert werden. In Benrath heißt das Motto „Gesundheit“, unter anderem wird es ein Sole-Becken und ein Vitalwarmwasserbecken mit Massagedüsen geben. „Wenn ich mir die Pläne anschaue, denke ich aber, dass auch genug Raum für das Badevergnügen bleiben wird“, sagt Geisel beim Spatenstich.

Knapp 28 Millionen Euro nimmt die Stadt für das neue Benrather Bad in die Hand. Der Bau wird zum Teil gegenfinanziert durch den Verkauf des westlichen Teils der alten Schwimmbadanlage, dort soll Wohnraum entstehen. Das neue Benrather Bad hat dadurch etwas weniger Grundfläche als der Vorgängerbau.

Das neue Schwimmbad soll nicht nur von den Benrather Bürgern genutzt werden, sondern auch von Schulen und Vereinen, die sich aktuell mit anderen, ungünstiger gelegenen Standorten zufrieden geben müssen. Thomas Geisel betont die Wichtigkeit von Schwimmbädern in den Stadtteilen, gerade für den Schulunterricht. „Dass Kinder in der Schule schwimmen lernen, ist heutzutage leider keine Selbstverständlichkeit mehr“, so der Oberbürgermeister. Die Schwimmkompetenz sei in der Gesellschaft allgemein rückläufig. „Da ist es erfreulich, dass Düsseldorf seine Bäderlandschaft auf Vordermann bringt“, sagt Geisel.

Bädergesellschaft-Aufsichtsrat Peter Schwabe verwies auch auf die Bedeutung des Bades für die Menschen im Stadtteil. Er erinnerte an das feierliche Abschwimmen vor ziemlich genau einem Jahr, bei dem die Bürger Kacheln des alten Bades mitnehmen durften. „Viele Benrather haben sich mit einer kleinen Träne von ihrem Bad verabschiedet“, so Schwabe. Auf Wunsch der Bürger und der Lokalpolitik werde das neue Mehrgenerationenbad einige Aspekte des Vorgängers wieder aufnehmen. So sollen die Mosaike am Eingang beibehalten werden und auch für den bei den Ben­rathern beliebten Pinguin ist ein Platz vorgesehen.

Bäderchef Roland Kettler betont die Win-win-Situation beim Neubau: Zum einen könne ein Schwimmbad im Stadtteil gewährleistet werden, zum anderen entstehe in günstiger Lage aber auch der in Benrath dringend benötigte Wohnraum.

Die Benrather Stadtteilpolitiker zeigten sich zufrieden mit den Plänen der Stadt, im Vorfeld hatte es in der Bezirksvertretung intensive Diskussionen gegeben. Nun aber, so die Hoffnung aller Beteiligten, nimmt der Neubau des Mehrgenerationenbads seinen Lauf – die Eröffnung ist für Ende des Jahres 2021 oder Anfang 2022 geplant.

Hier geht es zur Bilderstrecke: So soll das Benrather Gesundheitsbad aussehen