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Düsseldorf: Schwarz-Grün möchte Anwohnerparken in Benrath

Rund um den Marktplatz und das Rathaus : Schwarz-Grün möchte Anwohnerparken in Benrath

Der gemeinsame Antrag von CDU und Grünen soll in der Sitzung der Bezirksvertretung 9 am Freitag beschlossen werden.

Wenn am Schloss besucherträchtige Veranstaltungen stattfinden, dann merken das auch die Benrather, die in einem Ein-Kilometer-Umkreis um das Anwesen leben. Denn Parkplätze sind für die Anwohner dann Mangelware, wie zuletzt wieder beim Weihnachtsmarkt und der Lichterschau Lumagica geschehen.

Das will das schwarz-grüne Bündnis in der Bezirksvertretung (BV) 9 nun ändern. Für die öffentliche Sitzung am Freitag, 28. Januar, ab 16 Uhr im Bürgerhaus Reisholz, Kappeler Straße 231, gibt es einen gemeinsamen Antrag des Mehrheitsbündnisses mit dem die Verwaltung gebeten wird, in Benrath im Bereich „Benrather Marktplatz“ und „Rathausviertel“ Anwohnerparken einzurichten. Dabei verweisen die Stadtteilpolitiker auf den 2007 beschlossenen Verkehrsentwicklungsplan, der diese Bereiche „als potenzielle Bewohnerparkgebiete“ ausweist.

Die beiden Antragsteller, Melina Schwanke (CDU) und Ernst Welski (Grüne), lassen dabei der Verwaltung den größtmöglichen Spielraum, Lösungen für das Problem zu formulieren. „Dort sitzen die Fachleute, die Vorschläge zur Umsetzung machen können“, sagt Schwanke. Einen Wunsch hat sie jedoch: „Ich fände es gut, wenn wir es bei einer Bewirtschaftung mit Parkeinautomaten hinbekämen, dass die erste Stunde parken kostenfrei ist.“

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Aktuell gilt rund um die Benrather Fußgängerzone, dass mit Parkscheibe gratis für zwei Stunden geparkt werden kann. Doch weil wenig kontrolliert wird, nutzen das viele Autofahrer, um ihre Fahrzeuge verbotswidrig länger abzustellen. Manche drehen sogar nur die Parkscheibe unerlaubterweise weiter. Schwanke sieht für die Benrather Händler im Vergleich zur heutigen Situation sogar einen Vorteil: „Das würde die Fluktuation auf den Parkplätzen erhöhen.“ Dass es zu wenig Möglichkeiten in Benrath gibt, den Wagen abzustellen, finden beide nicht. „Wir haben hier zwei Parkhäuser, die nie ganz voll sind“, sagen sie. Doch da muss der Autofahrer zahlen. Nach Geschäftsschluss sollen die Parkgelegenheiten dann bis zum nächsten Morgen den Anwohnern zur Verfügung stehen, die dafür einen Anwohnerparkausweis für derzeit 30 Euro bei der Stadt erwerben müssen.

Ernst Welski hat aber auch die Verkehrswende im Blick. „Niemand hat einen Rechtsanspruch auf Parken im öffentlichen Raum“, sagt er und verweist darauf, dass bis 2008 rund um den Marktplatz schon mal Parkscheinautomaten standen. Im Laufe diesen Jahres soll in insgesamt 13 Quartieren das Anwohnerparken eingeführt werden, für andere Autofahrer gilt ab dann eine Beschränkung durch Parkschein- oder Parkscheibenregelung. Im Fokus stehen vor allem Gebiete am Rand der Innenstadt sowie am Rand von Stadtteilzentren. Dazu zählen im Stadtbezirk 9 die Straßen rund um das Sana-Krankenhaus. Für Benrath-Mitte wurde bislang kein Bedarf gesehen. Das sehen Melina Schwanke und Ernst Welski jedoch anders.