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Düsseldorf: Maßnahmen werten Fußgängerzone Benrath auf

Händlergemeinschaft engagiert sich : Die Fußgängerzone wird aufgewertet

Mitte 2020 hatte der Vorstand der Aktionsgemeinschaft Benrath um Melina Schwanke der Verwaltung einen Zehn-Punkte-Plan vorgelegt, damit die Einkaufszone attraktiv bleibt. Einiges ist abgearbeitet, vieles andere in Planung.

Als Melina Schwanke im März 2016 den Vorsitz der Händlergemeinschaft Aktionsgemeinschaft Benrath (AGB) übernahm, hatte sie eine Ahnung, dass es viel Arbeit bedeuten könnte – vor allem in Zeiten, in denen die Kunden immer mehr Waren vom heimischen Sofa aus bestellen. Dass aber in ihre Amtszeit gleich eine Pandemie den Geschäftstreibenden das geschäftliche Überleben schwer macht, damit war nicht zu rechnen.

Die alles überstrahlende Frage für sie, ihre Vorstandskollegen und die Mitgliedsbetriebe: Was können wir tun, damit die Fußgängerzone noch viele Jahre funktioniert? Nicht alles haben die Geschäftsleute dabei selbst in der Hand. Und so legte der AGB-Vorstand im Sommer 2020 einen Zehn-Punkte-Plan auf, für dessen Umsetzung die Stadt ins Boot geholt werden sollte: Wer ins Dorf geht, soll mit einem freundlichen und sauberen Eindruck empfangen werden.

Öffentlichkeitswirksam ließ sich der frühere Oberbürgermeister Thomas Geisel (SPD) vor der Kommunalwahl im vergangenen Jahr, bei er gegen Kontrahent Stephan Keller (CDU) verlor, mit einer frisch gestrichenen Laterne fotografieren. Oft sei es ja so, dass bei einem Personalwechsel erstmal Stillstand eintritt. Doch das sei in diesem Fall anders, sagt Schwanke. Keller war auch schon selbst vor Ort und lässt nun seine Verwaltung in Absprache mit der AGB die Liste abarbeiten.

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Mehrere Punkte konnten schon von Rot auf Grün gesetzt werden: Die neuen Papierkörbe und Bänke sind montiert, die Laternen lackiert, und die Allianz hat auf die Kritik über den fortwährenden Leerstand in ihrem Geschäftshaus reagiert. Dort ist nun ein Kindercafé eingezogen, und die Schaufenster der ehemaligen Sparda-Bank sind so beklebt, dass der Leerstand nicht auf den ersten Blick auffällt. Und auch der Paulsmühlentunnel hat einen neuen, freundlichen Anstrich bekommen.

Doch noch ist längst nicht alles abgearbeitet. In Zeiten von Corona muss auch die eigentlich reiche Stadt Düsseldorf mit ihrem Budget gut haushalten. Und so wurde einiges in das kommende Jahr geschoben: So soll es 2022 endlich die neuen Blumenkübel geben, und auch die Bepflanzung der Baumscheiben soll optimiert werden. Die neuen Kübel sehen aus wie die hellgrünen am Schloss und haben eine Lieferzeit von bis zu neun Monaten. Zudem soll die Fußgängerzone weitere Fahrradabstellmöglichkeiten bekommen, auch für Lastenräder.

Nicht glücklich ist die AGB-Chefin darüber, dass sich die Verwaltung nach wie vor schwer tut, am Brunnen neue Spielgeräte aufzubauen. Sind diese nämlich beweglich, wie die Wippetierchen, müsste ein Fallschutz drumherum gebaut werden. Doch von den vorgeschlagenen statischen Spielgeräten ist Melina Schwanke nicht begeistert. Sie würde sich über Anregungen von den Benrather Bürgern freuen, was diese dort gerne hätten. Auf die Forderung nach einem Runden Tisch sei die Verwaltung nicht eingegangen, doch, so Schwanke: „Wir sind in einem regelmäßigen Austausch.“