Schulprojekt im Düsseldorfer Süden Schloß-Gymnasium turnt und tanzt zur ArtNight

Düsseldorf · Eine Bühnenshow zeigte vielseitige Talente der Schüler. Es wurde getanzt, geturnt und gemalt. Die Ergebnisse konnten sich sehen lassen

Moderatorin Betül Yilmaz und Kunstlehrerin Anka-Ileane Beer betrachten gemeinsam Exponate bei der ArtNight 24.

Moderatorin Betül Yilmaz und Kunstlehrerin Anka-Ileane Beer betrachten gemeinsam Exponate bei der ArtNight 24.

Foto: RP/Ralph Kohkemper

Das Schloß-Gymnasium versteht sich als Schule der Wissenschaft, aber es kann auch Kunst. Das erwies sich erneut bei der ArtNight, der jährlichen Kunstschau. Schülerinnen und Schüler aller Jahrgänge zeigten, womit sie sich in Kunst und Musik beschäftigt haben. Eine Bühnenshow eröffnete die Kunstnacht, vorgestellt und moderiert von Betül Yilmaz aus der 10c.

Es wurde getanzt wie es Zehntklässlerin Katharina Stankus tat zu dem Evergreen „What a Feeling“ aus dem 80er Jahre Schmacht- und Tanzfilm „Flashdance“. Und es wurde geturnt, unter anderem von Leona Seferian, die erst in der 5. Klasse ist und sich schon allein auf die Bühne traute.

Den Auftakt hatte der Chor der Klassen 5 mit dem Klassiker „The Lions sleeps tonight“ gemacht. Schulleiter Raimund Millard lud dann zur eigentlichen Ausstellung. Zusammengestellt hatte diese die Kunstlehrerin Anka-Ileane Beer.

Interpretiert wurden zahlreiche Stilrichtungen. So hatte sich die 10a um expressionistische Tierporträts nach Franz Marc gekümmert und die 8a sich mit reduzierten Farbpaletten des Kubismus beschäftigt.

Schülerinnen und Schüler der Klasse 12 machten einerseits Aquarellstudien, andererseits kleine, gefällige Plastiken von Tieren und Fabelwesen. Doch Letzteres, so hieß es im Erklärtext des Grundkurses 2, ist nicht weniger als die „Kombination des Unmöglichen“ und die „Erstellung einer zeichnerischen Chimäre mit anschließender plastischer Umsetzung in Ton“.

Etwas leichter zugänglich mag da das Gestaltungsmotto in Klasse 9 „Ein Plakat für mein Lieblingsland“ einigen Besucherinnen und Besucher gewesen sein. Und auch die Arbeiten der 5a waren eingängig und zeigten Schatzkarten, die es nicht gibt, wie sie aber in alten Piratenkisten vorstellbar wären. Kunstlehrerin Anka-Ileane Beer ist von vielen Exponaten angetan, und auch von diesen. Weil, so sagt Beer, sich hier zeige, wie viel Kreativität die Kinder entwickelt hätten.

Vorgestellt wurde bei der ArtNight auch ein Plakat von Rosalie Goethals und Eva Mangelsdorf. Der Titel lautet „Bunt statt blau“. Die beiden Schülerinnen der Klasse 11 nehmen damit an einem Wettbewerb der Krankenkasse DAK teil. Die hat einen Preis ausgelobt für das beste Plakat der Aktion „Kunst gegen Komasaufen“. Das Plakat ist jetzt in der engeren Auswahl.

Etwas abseits findet sich noch ein besonders Gemälde, ein Stillleben, drapiert auf einer Staffelei. Üppige Blumengebinde umrahmen ein Sprossenfenster in einer verwitterten Hauswand. Es ist Acrylfarbe auf Leinwand. Ajdin Habibovic hat es gemalt, auch er ist im Kunstunterricht von Anka-Illeane Beer. Sein Werk sticht heraus und er möchte es nun verkaufen. Vielleicht für 100 Euro. Für die Zukunft verfolge er aber „Plan A“, sagt er. Und das heißt bei ihm: Pilot werden. Sollte es damit nichts werden, bleibt ihm ja noch die Kunst. „Das ist schon mein Plan B.“

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