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Düsseldorf: Impfaktion am Freitag bei der Benrather Tüte

Impfunterlagen müssen mitgebracht werden : Offene Impf-Aktion bei der Benrather Tüte

Am Freitag stehen rund 200 Impf-Dosen von Johnson&Johnson bereit, nicht nur für die Kunden der Tafel-Ausgabestelle. Um 18 Uhr geht es los. Zwei Benrather Ärzte engagieren sich bei der Aktion.

Seit mehr als einem Jahr arbeitet die Benrather Tüte im Krisenmodus. Ein Team aus Ehrenamtlern versorgt bedürftige Menschen aus dem Düsseldorfer Süden mit Lebensmitteln und Dingen des täglichen Bedarfs. Die werden in Supermärkten gesammelt und von der Düsseldorfer Tafel an die Ausgabestellen in der Stadt verteilt. Jetzt ermöglicht die Tüte für ihre Kunden sogar eine Corona-Impfung. In Kooperation mit zwei Benrather Ärzten sollen rund 200 Impfdosen Johnson & Johnson ausgeben werden, sowohl an die Tüte-Kunden als auch an Interessierte ohne Anmeldung. Hanne Watty, Initiatorin der Tüte, will damit die Situation benachteiligter Familien verbessern. „Ich erlebe immer wieder, wie eine Corona-Infektion oder -Quarantäne gerade für Menschen mit sozialen und wirtschaftlichen Problemen den Alltag komplett auf den Kopf stellen“, sagt Watty.

Sie hat daher ihren Nachbarn angesprochen, den in Leichlingen praktizierenden Arzt Christian Sartorius, der Ende Mai mit drei Mediziner-Kollegen aus Benrath eine stark frequentierte freie Impfaktion bei der Benrather Rudergesellschaft angeboten hatte. „Er hat alles in die Wege geleitet, und gemeinsam konnten wir einen Termin organisieren“, sagt Watty dankbar. Unterstützt wird Sartorius zudem vom in Benrath ansässigen Internisten Robert Salentin.

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Am kommenden Freitag, 18. Juni, ab 18 Uhr stehen die 200 Impfdosen im Arndtsaal der Dankeskirche, Erich-Müller-Straße 26, zur Verfügung. Da der Impfstoff von Johnson & Johnson gespritzt wird, ist kein zweiter Termin nötig. „Wichtig ist zu wissen: Die Impfungen sind zunächst für unsere Kunden der Benrather Tüte gedacht. Ich gehe davon aus, dass einiges übrig bleiben wird – und das wird dann frei nach Reihenfolge ausgegeben“, erklärt Hanne Watty. HNO-Arzt Christian Sartorius geht davon aus, dass rund 150 Impfdosen zur freien Verfügung bereit stehen werden.

Für die Organisatoren ist wichtig, das Impf-Angebot – wie auch das der Tüte – niedrigschwellig zu halten. Dazu trägt nicht nur der einmalige Termin bei, sondern auch, dass die Impfung in denselben Räumen stattfindet wie sonst die Ausgabe der Tüte. „Die Kunden kennen uns und die Örtlichkeit und wissen, dass sie hier immer schnell, unkompliziert und diskret Hilfe bekommen. Dadurch gibt es keine Hemmschwelle, die etwa bei einem Gang in das Impfzentrum oder in eine Arztpraxis entstehen könnte“, sagt Watty.

Und das muss von den Impfwilligen, die über 18 Jahre alt sein müssen, mitgebracht werden: die Krankenkassenkarte, Impfpass (wenn vorhanden) und ein Ausweis. Zudem bitten die Ärzte darum, dass sich alle Impflinge im Vorhinein auf der Internetseite des Robert-Koch-Institutes (www.rki.de) die Einwilligungs- und Aufklärungsbögen für Vektor-Impfstoff ausdrucken, ausfüllen und unterschrieben mitbringen.