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Düsseldorf/Hilden: Entlang der Itter droht vielen Bäumen die Fällung

Hochwasserschutz entlang von Flüssen und Bächen : Entlang der Itter droht vielen Bäumen die Fällung

Der Uferbereich gilt in einigen Abschnitten in Hilden als Hochwasser-Schutzanlage. In Benrath wären von einer möglichen Fällung aber wenn nur Einzelbäume betroffen. Am 8. November gibt es ein Gespräch zu dem Thema.

Wie viele Bäume im Uferbereich der Itter auf ihrem Weg von Solingen bis zur Mündung in Benrath in den Rhein stehen, kann niemand genau sagen – aber es sind viele, allein Tausende zwischen dem Hildener Finanzamt und der Horster Allee. Doch diese Bäume sind nun in Gefahr. Die bis zu 1,50 Meter hohe Böschung auf Hildener Stadtgebiet ist seit kurzem in Teilabschnitten als Hochwasser-Schutzanlage ausgewiesen. „Wenn das als Hochwasserschutz gilt, müssen wir dort die Bäume roden“, sagt Engin Alparslan, Geschäftsführer des Bergisch-Rheinischen Wasserverbandes (BRW). Einige Uferbereiche gelten demnach als Deich, erklärt der BRW-Chef. „Und auf einem Deich darf kein Baum stehen.“

„Bei den hier als Deich bezeichneten Wällen handelt es sich nicht um technisch für den Hochwasserschutz angelegte Bauwerke, sondern um Erdaufschüttungen, die im Zuge der Verlegung der Itter vor vielen Jahrzehnten entstanden sind. Die Bezirksregierung Düsseldorf hat im Rahmen der vorgegebenen Fortschreibung der Hochwassergefahrenkarten (HWGK) die Schutzwirkung dieser Erdwälle erstmals im Jahre 2019 dargestellt“, erklärt Beatrix van Vlodrop, Sprecherin der Bezirksregierung: Wie mit den Erdwällen weiter verfahren wird, „ist zwischen der Stadt Hilden, dem Bergisch-Rheinischen Wasserverband und der zuständigen Aufsichtsbehörde, dem Kreis Mettmann, abzustimmen.“

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An der Bahnbrücke in Hilden beginnt in der Hochwasser-Gefahrenkarte die „Hochwasser-Schutzeinrichtung“, die in Höhe des Horster Flutgrabens endet. Der Deich ist nur auf der rechten Seite der Itter – entlang der Kleingärten – eingezeichnet. Hinter der Horster Allee, auf Düsseldorfer Gebiet, zieht sich die „Hochwasser-Schutzeinrichtung“ auf beiden Seiten weiter bis zur Hildener Straße und endet dort. Deshalb wäre das Itter-Ufer auf Düsseldorfer Gebiet nicht von großangelegten Baumfällungen betroffen. Lediglich einzelne Bäume müsste man sich ansehen, heißt es auf Anfrage vom Wasserverband. Für die Sanierung des Itter-Deiches in Benrath gibt es inzwischen eine Genehmigung von der Bezirksregierung. Dafür läuft derzeit die Ausführungsplanung.

Bei einem Termin am 8. November soll geklärt werden, wie es mit dem Hildener Erdwall weitergeht. Auch BRW-Geschäftsführer Engin Alparslan hat bei dem Gedanken an eine Rodung Bauchschmerzen. „Aber unsere Aufgabe ist an diesem Punkt der Hochwasserschutz.“ Sollte keine Lösung gefunden werden, müsste der BRW jedoch recht zeitnah mit den Rodungen beginnen. Beim Wasserverband, der für den gesamten Lauf der Itter zuständig ist, kann man sich auch eine Verlegung des Flusses auf Hildener Gebiet vorstellen. Doch die wäre zeitintensiv und kostenaufwendig.