Düsseldorf: Die Serien-Sieger beim Eislaufen

Grundschule Einsiedelstraße : Die Serien-Sieger beim Eislaufen

Lehrerin Wilhelmine Sabelberg ist mit ihrer Paulsmühler Grundschule Abo-Siegerin bei den Stadtmeisterschaften.

Triumphe bei der Stadtmeisterschaft im Eislaufen haben Tradition für die Viertklässler der Katholischen Grundschule Einsiedelstraße. 2019 stehen die Seriensieger erneut ganz oben auf dem Treppchen – zum 19. Mal. Entsprechend stolz präsentiert Wilhelmine Sabelberg die umfangreiche Trophäensammlung mit Pokalen, Wandtellern und Urkunden, die Besucher im Eingangsbereich des Schulgebäudes in einer wandhohen Vitrine bewundern können.Eislaufen ist für die Paulsmühler Grundschüler ein verpflichtender Teil ihres Sportunterrichts. „Alle Viertklässler sollen bei uns lernen, sicher auf dem Eis zu stehen“, nennt Wilhelmine Sabelberg als Lernziel. Gern will sie ihre Schüler von klein auf für den Eislaufsport begeistern.

 Die Teilnahme von jeweils fünf besonders eislaufsicheren Mädchen und Jungen an der jährlichen Stadtmeisterschaft in der Benrather Sparkassen-Eissporthalle ist dabei eigentlich Nebensache – aber gewiss eine sehr schöne, wenn die munteren Kufenflitzer aus der Paulsmühle im Wettkampf mit der städtischen Konkurrenz stets zu den Besten zählen.Der ehemalige Schulleiter Horst Schäfer hat sich einst für den Eislaufunterricht an seiner Schule stark gemacht. Die Nähe zur benachbarten Eishalle war gewiss ein Heim-Vorteil.

„Seit 1990 übe ich mit unseren Kindern im Unterricht das Eislaufen und begleite sie anschließend beim Wettbewerb“, erinnert sich die 64-Jährige. Zweimal Eislaufen pro Woche steht während der Eislauf-Saison auf dem Stundenplan. Als Vorbereitung auf die Teilnahme an der Stadtmeisterschaft wird in den Disziplinen Ausdauerlauf, Slalom, Hocke sowie beim anspruchsvollen „Storch“ und dem Rückwärtslaufen intensiv gefeilt.

Weil Wilhelmine Sabelberg im Februar 2020 in den Ruhestand geht, bedeutet für sie die diesjährige Stadtmeisterschaft das Ende einer langen Erfolgsgeschichte. „Eislaufen ist für die Entwicklung von Körperkoordination und Gleichgewicht enorm wichtig“, stellt die Pädagogin heraus. In ihrer Funktion als Klassenlehrerin hat sie bei ihren Grundschulkindern die gesamte Fächerpalette unterrichtet. Mathematik und Sport aber am liebsten. „Über Sport kann man in der Schule viel erreichen“, betont sie. Beispielsweise hinsichtlich Disziplin und Sozialverhalten.

Im Privatleben gehört das Eislaufen allerdings nicht zu ihren bevorzugten Freizeitbeschäftigungen, obwohl, wie sie verrät, ihre Kinder und Enkelkinder sich gern auf dem Eis tummeln. „Mein Hobby ist das Kerzenziehen“, bekennt Wilhelmine Sabelberg. Familiensport ist das Voltigieren auf dem Reiterhof am Schloss Garath. Und in den Ferien sind Reisen in den hohen Norden angesagt, mit Schweden und Norwegen als beliebtes Ziel.

„Ich finde es gut, dass die Stadt Düsseldorf für den Unterricht das Eislaufen kostenlos ermöglicht“, erklärt Wilhelmine Sabelberg und blickt zufrieden auf 27 Jahre als „Eislauf-Mama“ zurück. Größere Verletzungen habe es, auch dank der eingeführten Helmpflicht, in all den Jahren nicht gegeben, berichtet sie. „Zur Karnevalszeit waren wir schon mal in Kostümen auf dem Eis“, erinnert sie sich. Ein bisschen schade findet sie die Regelung, dass bei Punktgleichheit neuerdings die Zeit im Staffellauf ausschlaggebend ist. „Früher gab es dann eben mehrere Sieger“, sagt sie, und das sei fairer gewesen.

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