Düsseldorf: Chöre des Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnaisums feiern Jubiläum

Annettte-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium : Die Annette-Chöre feiern Jubiläum

Fünf Schulchöre gibt es am Benrather Gymnasium. Vor 25 Jahren wurden die ersten beiden gegründet, seitdem standen 2200 Chormitglieder auf der Bühne. Das Jubiläum wird am Wochenende gefeiert.

Vor 25 Jahren übernahm Ralph Erkelenz am Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium den Pausenchor. „Die Bedingung war, dass der Chor mehr Raum im Schulleben bekommt und nicht nur in den Pausen stattfindet “, sagt der Leiter von mittlerweile fünf Chören, die am Wochenende ihr Jubiläum mit zwei ausverkauften Konzerten in der Schulaula feiern. Zum Start 1994 gab es einen Kinder- und einen Jugendchor. Über die Jahre wurde daraus mehr.

Die Bilanz zum Jubiläum: 2200 Schüler, die in den Chören sangen. Zum 25-jährigen Bestehen gründete sich nach einem Aufruf ein Ehemaligenchor mit 120 Sängerinnen und Sängern, darunter sogar Stimmen aus den Anfangsjahren. „25 Jahre machen mich stolz“, sagt der Chorleiter. „Für viele ist der Chor ein verbindendes Element der Schulzeit.“ Das wird mit einer großen Jubiläumsfeier zelebriert, bei der 400 Akteure singen.

Für Clarissa Kammleiter (22) gehört ihr alter Schulchor auch nach der Schulzeit fest zum Alltag. Sie singt weiter im Oberstufenchor „Encore“ und ist auch Mitglied im Ehemaligenchor des Annette-Gymnasiums. „Singen macht gute Laune und zusammen singen ist einfach besser als alleine“, sagt sie.

Sina Vera Jung (16), Julia Steinbrecher (16) und In-Su Park (16) singen bei „Viva Voce“ und „Encore“ mit. Drei Stunden pro Woche proben sie. Sie stimmen kurz den „Tomatensalat“ an, eine Übung zum Einsingen. Mit unterschiedlichen Betonungen setzen sie Stimmakzente, intonieren das Wort Tomatensalat und haben Spaß. Vor 25 Jahren gab es nur einen Jungen, der im Chor mitsang. „Das hat sich zum Glück geändert“, sagt Ralph Erkelenz. Mit der Schulzeitverkürzung auf G8 gab es mit den langen Schultagen neue Herausforderungen für das Freizeitangebot Chor in der Schule. „Oft ist das eine Flucht aus dem Alltag, das Singen macht viel Spaß“, sagt Julia, die mit Sina bereits als Solistin auftrat und auch nach langen Schultagen zu den Proben geht. „Oft ist das Singen sogar eine richtige Entlastung“, stimmt ihr Sina zu.

Die Stücke singen alle auswendig, der Blick zum Chorleiter ist dadurch frei und offen. „Bei mir bündeln sich Energie und Freude“, sagt Erkelenz. Noch ein Jahr ist er im Schuldienst und für die fünf Annette-Chöre im Einsatz, dann geht er in Rente. Mit ihm im Team engagieren sich Alena Kinner, Christine Plankemann, Sarah Lütticke und Britta von Anklang für den Gesang am Annette-Gymnasium.

Neben den wöchentlichen Probezeiten schaffen die Chorfahrten mit Intensivproben besondere Erlebnisse. In der achten Klasse geht es los. „Wer vernünftig singen kann, der wird nicht heiser“, stellt der Chorleiter fest. Dass es trotz langer Probetage manchmal nicht reicht, zeigen die langen Stunden des Oldie-Singens, die abends stattfinden. Schon an ihrem ersten Schultag werden die Fünftklässler mit Chorgesang begrüßt. „Wir laden sie dann ein, bei uns mitzumachen“, sagt Erkelenz. Nachwuchssorgen gibt es nicht: Es kommen jährlich 60 neue Sänger zu den ersten Proben. „Wir lernen viel, das ist positiv anstrengend“, sagt In-Su Park, der in der Oberstufe viele anspruchsvolle Stücke einübt. Die Vorteile des Gesangs kennt auch der Chorleiter. „Es ist belegt, dass Singen glücklich macht“, sagt er, und ein effektives Gehirntraining.“

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