Düsseldorf: Bezirksvertretung befasst sich mit „Benrather Gärten“

Wohnbauprojekt „Benrather Gärten“ : Bezirksvertretung befasst sich mit „Benrather Gärten“

Die CG-Gruppe aus Berlin will auf der Brachfläche an der Hildener Straße bis zu 1400 Wohnungen bauen. Das sorgt bei den Stadtteilpolitikern für Kritik.

Nach der CDU haken nun auch die Grünen wegen der vom Investor verkündeten Anzahl von bis zu 1400 neuen Wohnungen auf der Nirosta-Brache an der Hildener Straße bei der Verwaltung nach. Für die Sitzung der Bezirksvertretung (BV) 9 am 22. November will die Grünen-Fraktion Antworten. Andreas Schardt, Rochard F. Wagner und Ernst Welski nehmen vor allem Bezug auf einen Brief von Baudezernentin Cornelia Zuschke von Mitte Oktober 2018 an die sich gegenseitig überbietenden Teilnehmer des Verfahrens für den Kauf des Areals.

Letztlich bekam die CG-Gruppe für 90 Millionen Euro den Zuschlag. „Wir haben von diesem Preispoker gehört und wollen klarmachen, dass dieses Geld nicht durch eine höhere Verdichtung wieder hereingeholt werden kann“, schrieb Planungs- und Baudezernentin Zuschke in besagtem Brief.

Grüne und  CDU wollen jetzt von der Verwaltung wissen, wie der Stand im Verfahren zur Aufstellung des Bebauungsplanes für die 22 Hektar große Brache an der Hildener Straße ist. Ein weiterer Aspekt in der Grünen-Anfrage ist, ob die Stadtverwaltung in Anlehnung an den Siegerentwurf „Benrather Gärten“ aus dem Architektenwettbewerb, in dem von um die 900 Wohnungen die Rede war, eine Obergrenze für Wohneinheiten vorgeben wird. In diesem Kontext wollen die Grünen auch eine Antwort, welche städtebaulichen Ziele die Verwaltung unter den Aspekten Wohnungsbau und Mobilität verfolgt. Die Anfragen von CDU und den Grünen sind von der Bezirksverwaltungsstelle ans Planungsamt zur Beantwortung weitergeleitet worden.

FDP-Vertreter Christoph Schork und die SPD-Fraktion haben sich bei zwei Anträgen zusammengetan, die ebenfalls mit dem Thema Wohnraumverdichtung in Benrath zu tun haben. Für das Gelände der Eissporthalle an der Paulsmühlenstraße wollen FDP und SPD den Bau von weiterem Geschosswohnungsbau ausschließen. Gleich dahinter ist das Mühlenquartier mit cirka 360 Wohnungen in Fertigstellung; genau gegenüber will die Stadttochter IDR neuen Wohnraum bauen lassen. Aufgrund der demographischen Entwicklung zeichne sich ein wachsender örtlicher Bedarf für eine Senioren- und Alteneinrichtung ab, der im Rahmen eines Bebauungsplanverfahrens abgedeckt werden sollte, heißt es in dem einen Antrag. In einem zweiten fordern Schork sowie Udo Skalnik und Gabi Wegner von der SPD, dass die Stadt ein Nutzungskonzept für das ehemalige Sportgrundstück an der Schimmelpfennigstraße entwickelt. Aktuell steht dort für mindestens zwei Jahre noch eine Flüchtlingsunterkunft. Die Stadtteilpolitiker können sich dort den Bau von Studenten- und Azubiwohnungen genauso vorstellen wie eine weitere Kita oder den Bau eines Bewegungs- und Freizeitparks für Kinder und Jugendliche.

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