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Düsseldorf-Benrath: Spundwand als Schutz vor dem Itter-Hochwasser

Einblick in den Planfeststellungsbeschluss ist möglich : Eine Spundwand als Schutz vor dem Itter-Hochwasser

Die Unterlagen für die Ertüchtigung des Itter-Hochwasserschutzes auf einer Länge von 220 Metern können ab Rosenmontag bei der Bezirksregierung eingesehen werden. Das geht auch online.

Zwischen Benrath und Urdenbach fließt die Itter derzeit durch ein mit Betonschalen befestigtes Flussbett entlang des Benrather Schlossparks und mündet über eine steile Verrohrung in den Rhein. Wegen der Vorgaben der EU-Wasserrahmenrichtlinie soll die Itter wieder eine natürliche Mündung erhalten. Die Planungen dafür laufen beim Bergisch-Rheinischen Wasserverband zusammen.

Aber es geht bei der Renaturierung der Itter auch um den Hochwasserschutz. In Fließrichtung linksseitig der Itter wurde deswegen einst ein Deich angelegt. Da dieser nach Angaben der Bezirksregierung Düsseldorf nicht mehr den allgemein anerkannten Regeln der Technik entspricht, soll er auf einer Länge von rund 220 Metern ertüchtigt werden. Und das ist geplant: Als statisches Ersatzsystem soll eine Spundwand innerhalb der bestehenden Deichtrasse eingebracht werden. Diese wird beidseitig angeschüttet, wobei der wasserseitige Böschungsfuß und -winkel des Bestandsdeiches beibehalten wird. Landseitig der Spundwand wird ein einspuriger, ringförmiger Unterhaltungs- und Verteidigungsweg angelegt, der über die Robert-Hansen-Straße und die Urdenbacher Allee an das öffentliche Straßennetz angeschlossen wird.

Um das Schutzziel für die Anwohner zu erreichen, ist laut Bezirksregierung zudem der Neubau des Abschlagsbauwerkes zur alten Itter geplant, das als Stahlbetonbauwerk mit Doppelschieberkonstruktion ausgeführt wird. Die entsprechenden Unterlagen liegen ab dem Montag, 15. Februar zur Einsicht aus.

Das Bauvorhaben ist Teil des „Fahrplans Deichsanierung“ des Landes NRW. Mit Beschluss vom 16. Dezember .2020 hat die Bezirksregierung die Ertüchtigung der Hochwasserschutzanlage an der Itter durch den Bergisch-Rheinischen Wasserverbandes (BRW) im Bereich Benrath planfestgestellt. Bis 1. März kann man die Unterlagen bei der Bezirksregierung Düsseldorf, Raum 408, Cecilienallee 2, studieren. Aufgrund der Corona-Pandemie können die Unterlagen nur nach Vereinbarung eines Termins eingesehen werden. (Telefon 0211/475-2456, montags bis donnerstags von 9 bis 16 Uhr, freitags von 9 bis 14 Uhr, sowie über die E-Mail-Adresse roland.bloess@brd.nrw.de).

Wer sich nicht auf den Weg machen will, hat die Gelegenheit, sich online zu informieren. Der Planfeststellungsbeschluss kann bis zum 1. März auch auf der Homepage der Bezirksregierung unter der Rubrik „Aktuelle Offenlagen“ eingesehen werden. Die Adresse lautet http://url.nrw/offenlage