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Düsseldorf-Benrath: So sieht es im Mühlenquartier aus

Neues Viertel in der Paulsmühle : So sieht es im Mühlenquartier aus

Die ersten 20 Mieter sind eingezogen. Der erste Bauabschnitt mit 176 von insgesamt 364 Wohnungen ist fertig. Nur 84 sind gefördert oder preisgedämpft, weil das Projekt vor dem Handlungskonzept Wohnen geplant wurde.

Die ersten 20 Mieter sind bereits in das Mühlenquartier in der Paulsmühle eingezogen. Im ersten Bauabschnitt hat die Vivawest von den insgesamt 364 neuen Mietwohnungen 176 in dem Karree zwischen Bahnstrecke, Paulsmühlenstraße und Telleringstraße fertiggestellt. Bis Ende April werden die Häuser des ersten Bauabschnitts bezogen sein. Damit nicht alle neuen Bewohner am gleichen Wochenende mit ihren Möbeln vor der Tür stehen, staffelt das Wohnungsunternehmen mit Hauptsitz in Gelsenkirchen den Umzugsverkehr mit einem versetzten Mietbeginn. Im zweiten Bauabschnitt, dessen Fertigstellung sich unmittelbar anschließt, sollen die Wohnungen zum 1. Juni und zum 1. August bezogen werden.

Im Haus Nummer 5, an der Telleringstraße gelegen, hat das Unternehmen eine Musterwohnung eingerichtet. Küche und Bett sind dabei aus Pappe nachgebaut; einziehen kann man da also nicht. Hier können sich Interessenten einen ersten Einblick verschaffen, wie es sich im Mühlenquartier leben lässt. Der Blick aus dieser Wohnung geht in den Innenhof, in dessen Mittelpunkt ein großer Spielplatz liegt. Wer mag, kann sogar mit einer virtuellen Brille einen Spaziergang durchs Viertel machen. Die Musterwohnung gehört zu den frei finanzierten und ist mit Echtholzparkett ausgestattet, die geförderten Wohnungen haben Vinylboden. Die Wohnungsgrößen variieren zwischen 40 Quadratmetern und dem Penthouse mit 137 Quadratmetern. Alle haben einen Balkon oder eine Terrasse.

Dominik Appeltrath vom Zentralen Kundenmanagement der Vivawest und sein Fachbereichsleiter Felix Brachthäuser kümmern sich um die Vermietung. Ausgenommen bei den öffentlich geförderten Wohnungen. Da hat die Stadt ein Belegungsrecht, Vivawest kann nur in begründeten Einzelfällen ablehnen. „Aber natürlich schauen wir uns auch die Mieter an, die uns von der Stadt vorgeschlagen werden. Denn uns ist wichtig, dass die Hausgemeinschaft funktioniert“, sagt Brachthäuser, der zudem unterstreicht, dass das Unternehmen daran interessiert sei, die Häuser im Mühlenquartier langfristig im Bestand zu halten: „Ein Verkauf ist für uns keine Option.“

Ein Weg aus der Siedlung führt direkt zur Paulsmühlenstraße zwischen Aldi und Eishalle. Foto: Andrea Röhrig
Noch sind nicht alle Außenarbeiten im Bereich des zweiten Bauabschnitts fertig. Foto: Andrea Röhrig

Nur rund 23 Prozent (etwa 84) der Wohnungen sind preisgedämpft oder öffentlich gefördert. Weil das Projekt geplant wurde, bevor der Stadtrat im Handlungskonzept Wohnen festgelegt hat, dass je 20 Prozent der Wohnungen preisgedämpft oder gefördert sein müssen, liegt der Wert deutlich unter diesem Wert. Im Internet bietet die Vivawest eine Wohnung mit 103 Quadratmetern und vier Zimmern für 1246 Euro Kaltmiete an. Rund 340 Euro kommen für Neben- und Heizkosten dazu. Für die 364 Wohnungen sind 302 Tiefgaragenplätze vorhanden. Mehr musste der Investor nicht bauen, weil das Quartier bestmöglich an den ÖPNV angeschlossen ist. Ein Platz kostet 85 Euro Miete im Monat; wenn die Bewohner versorgt sind, kann sich die Vivawest auch vorstellen, Stellplätze an die Nachbarn zu vergeben. Geschäfte oder Cafés ziehen zum Bedauern der Paulsmühler leider keine ins Viertel. Integriert ist jedoch eine Tagespflege mit Platz für zweimal neun Kinder. Wenn alle Arbeiten beendet sind, dann will die Vivawest auch die Menschen aus dem Viertel einladen, sich das Mühlenquartier einmal von innen anzuschauen.