Düsseldorf-Benrath: Rat beschließt neue Eissporthalle an der Kappeler Straße

Bauvorhaben in Düsseldorf-Benrath: Rat beschließt neue Eissporthalle an der Kappeler Straße

Der Standort für die neue Eissporthalle an der Kappeler Straße in Benrath ist beschlossen. Die Rheinbahn soll eine bessere Anbindung prüfen, etwa über eine Metrobus-Linie.

In einem gemeinsamen Ergänzungsantrag von SPD, Grünen, FDP und CDU hat der Rat gestern den Bau der neuen Eissporthalle beantragt. Der nahtlose Betrieb wird am alten Standort gesichert, bis der Neubau fertiggestellt ist. Dazu soll die Kämmerin eine halbe Million Euro als Zuschuss an die Stiftung bereitstellen.

Nachdem in der vorigen Woche die Mitglieder des Sport- und Wirtschaftsausschusses nicht über den Antrag entschieden hatten, nutzten die Ratsfraktionen die Möglichkeit, für noch offene Punkte eine Lösung zu finden.

So hatten die Grünen in der Sitzung der Bezirksvertretung eine bessere Anbindung des neuen Standorts im Industriegebiet gefordert. In einem Ergänzungsantrag legte der Rat fest, dass Stadt und Rheinbahn prüfen sollen, ob der Takt der Buslinie 789 verdichtet werden kann oder ob die Kappeler Straße von den Metrobuslinien 1 und 3 angefahren werden kann.

Ergänzt wurden auch Vorgaben zum Energiekonzept an den Investor IDR AG mit einem Solardach, Ladeinfrastruktur für Elektromobilität, sowie möglichst entsiegelte und begrünte Gelände- und Dachflächen.

Dem Vernehmen nach wird für den Betrieb der neuen Halle eine neue Stiftung gegründet. Die Stadtsparkasse kann damit ihre Stiftung für die Eishalle auslaufen lassen, diese hatte bereits 2015 ihr Kapital aufgebraucht. Bis es ein neues Stiftungskuratorium gibt, sollen Vertreter aus Politik und Verwaltung die Entwicklung des Projekts begleiten. Die Stadt wird aber auch mit der Stadtsparkasse über eine weitere finanzielle Unterstützung verhandeln und die neue Stiftung bei der Gewinnung von Drittmitteln und weiteren Stiftern unterstützen.

Der Mietvertrag zwischen Stiftung und IDR läuft über 30 Jahre mit Mietkosten in Höhe von 19,2 Millionen Euro. Die Fraktionen einigten sich darauf, dass der Stiftung die Option eingeräumt wird, die Eissporthalle zu einem Preis zu kaufen, der dem Mietpreis angepasst ist. Für den Verkauf des Grundstücks an der Paulsmühlenstraße soll die Stadt mit der Stiftung Kriterien vereinbaren, die sich an der Vergabe städtischer Liegenschaften orientieren, dabei wird eine Erbpacht bevorzugt.

Sichergestellt werden soll auch, dass die Mitarbeiter der Eissporthalle weiter beschäftigt werden und nicht dauerhaft an andere Orte versetzt werden. „Das ist ein schönes Signal, das wir an den Düsseldorfer Süden schicken können“, kündigte Norbert Czerwinski in der öffentlichen Debatte an. Der Vorsitzende des Sportausschusses, Burkhard Albes (SPD), dankte den Parteien, dass sie für Schulen und Vereine gemeinsam die Probleme gelöst hätten, um den Eissport im Süden zu erhalten.

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