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Düsseldorf-Benrath: Entscheidung über Neubau von Schloß-Gynmasium und Realschule

Schloß-Gynmasium und Realschule in Düsseldorf : Bei Schulneubau in Benrath wird Tempo gemacht

In wenigen Tagen soll ein Grundsatzbeschluss über den Neubau des Schloß-Gymnasiums und der Benrather Realschule im Düsseldorfer Süden gefasst werden. Die Stadttochter IDR soll beide bauen.

Dass es bei Bauprojekten der öffentlichen Hand auch schnell gehen kann, das soll ein außergewöhnliches Vorhaben im Düsseldorfer Süden beweisen: Auf einem Areal zwischen Benrodestraße und Marbacher Straße, angrenzend an den Gewerbepark von Segro, soll die Stadttochter Industrieterrains Düsseldorf-Reisholz (IDR) zwei Schulen samt Vierfachsporthalle bauen. In einem nächsten Schritt können auf dem 30.000 Quadratmeter großen Grundstück zudem ein Seniorenzentrum sowie ein Wohnriegel in U-Form mit rund 100 Wohnungen entstehen.

Zwischen der Grund-Idee und dem Einreichen des Bauantrags für die Schulneubauten, der nach den Angaben von Ekkehard Vinçon, Technischer Vorstand bei der IDR, Stand jetzt für den August terminiert ist, liegt dann wohl gerade mal ein Jahr. Wichtiger Schritt, um diesen Zeitplan einzuhalten: Am kommenden Donnerstag, 7. April, sollen die Politiker ihren Teil dazu beitragen, dass das Projekt schnell umgesetzt wird.

Noch vor der um 14 Uhr beginnenden Ratssitzung kommen am Morgen die Vertreter gleich mehrerer Ausschüsse in der Messehalle zu einer gemeinsamen Sitzung zusammen: Schulausschuss, Bauausschuss, Jugendhilfeausschuss, Sportausschuss, Bezirksvertretung 9, Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung und Ausschuss für Wirtschaftsförderung, internationale und regionale Zusammenarbeit.

 Die Animation zeigt, warum das Projekt Benrather Rochade heißt: die beiden Schulen werden an der Benrodestraße (links) gebaut, dafür entsteht ein Wohnquartier an der Hospitalstraße.
Die Animation zeigt, warum das Projekt Benrather Rochade heißt: die beiden Schulen werden an der Benrodestraße (links) gebaut, dafür entsteht ein Wohnquartier an der Hospitalstraße. Foto: Animation IDR/Animation: IDR
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Einziger Tagesordnungspunkt ist der Grundsatzbeschluss der „Quartiersentwicklung Benrodestraße/Marbacher Straße einschließlich des Neubaus für das Schloß-Gymnasium Benrath und die Realschule Benrath inklusive Sportkomplex“. In der Ratssitzung soll im Anschluss der offizielle Beschluss gefasst werden. Der umfasst, dass die beiden Schulen sowie der Halle vorbehaltlich des Vergabeverfahrens als erster Schritt einer umfassenden Entwicklung des Quartiers realisiert werden.

Im Anschluss an die Freigabe durch die Politik beginnt die IDR mit der Detailplanung und einer Kostenschätzung. So viel ist sicher: Die wird sich jenseits der 100 Millionen Euro bewegen. Wie weit entfernt man dabei herauskommt, hängt auch von der weiteren Entwicklung der Märkte angesichts von Corona und dem Krieg in der Ukraine ab.

Das Projekt hat schon einen Namen zugeteilt bekommen: die Benrather Rochade. Der sagt auch aus, dass es eine Weiterentwicklung des Areals am jetzigen Standort der beiden Schulen im Schulzentrum an der Hospitalstraße geben wird. Der Komplex, der aus den Anfängen der 1980er Jahren stammt und stark sanierungsbedürftig ist, soll in einem späteren Schritt einem Wohnquartier weichen. Am neuen Standort sollen die an der Hospitalstraße verflechteten Schulen eigene Gebäude erhalten.

Die von der IDR vorgelegte Machbarkeitsstudie gliedert das Grundstück an der Benrodestraße in drei Baufelder. Im Baufeld eins ist der Neubau des Schloß-Gymnasiums Benrath und der Realschule Benrath sowie des gemeinsam genutzten Sportkomplexes und des Bowlingcenters vorgesehen.

Im Baufeld zwei ist eine Seniorenpflegeeinrichtung mit bis zu 100 stationären Plätzen und 20 Kurzzeitpflegeplätzen geplant, die vom Deutschen Roten Kreuz betrieben werden soll, und im Baufeld drei soll die Wohnbebauung entstehen. Das Seniorenheim und die Wohnnutzung sind – anders als der Bau der Schulen samt Sporthalle – im derzeitigen Planungsrecht nicht genehmigungsfähig, es muss noch eine Bauleitplanung erfolgen.

40 Prozent des Grundstücks gehören einem Privatmann aus Frankfurt, der über den Düsseldorfer Bauprojektentwickler Bahners & Schmitz die rund 100 Wohneinheiten plant, deren städtebauliche Einfügung in die Umgebung im weiteren Verfahren konkretisiert wird, heißt es in der Beschlussvorlage für die Politik.

Damit es im neuen Quartier nicht zu einer Parkplatz-Knappheit kommt, ist eine von der Marbacher Straße erschlossene Tiefgarage unterhalb der Realschule geplant. Der private Wohnungsbau soll seinen Stellplatzbedarf inklusive der notwendigen Besucherstellplätze in einer Tiefgarage mit 80 Plätzen decken, jeder mit einer Stromladesäule ausgestattet. Auch hier erfolgt die Einfahrt über die Marbacher Straße.

Andreas Bahners von Bahners & Schmitz geht davon aus, dass, wenn alles glatt läuft, die Wohnungen schon 2025 bezugsfertig sind. Auch Eigentumswohnungen soll es in dem Komplex geben: „Das ist ein wirklich tolles Projekt, wenn auch wahnsinnig aufwendig, weil so viele Fachämter in der Planung beteiligt sind.“