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Düsseldorf Benrath: Die Bierbörse hat begonnen

Bier-Fest : Benrather Bierbörse hat begonnen

Der Start der zweitältesten Bierbörse Deutschlands lockte bereits gestern Mittag viele Besucher an.

Endlich wieder Bierbörse. Das dachten sich viele Besucher bereits gestern Mittag. Vor allem an den Ständen der Düsseldorfer Altbierbrauereien Füchschen und Kürzer – beide befinden sich auf dem Vorplatz des Benrather S-Bahnhofs – tummelten sich einige Bierliebhaber schon kurz nach Beginn des Festes.

Aber: Nicht jeder kommt nur wegen des Bieres. Ein paar Meter neben dem Füchschen-Stand sitzen Rita und Bianca gemütlich mit ihren Cocktails auf einer Bierbank und unterhalten sich. „Wir fangen erst einmal leicht an, die härteren Geschütze werden später aufgefahren“, scherzt Rita über ihre Getränkewahl. Später soll es dann also doch noch Bier geben. „Es geht nichts über ein leckeres Alt“, findet Bianca.

Christian Siegl (v.l.), Angela Schiegel und „Tanny“ genießen ihr Bier am „Haus der 131 Biere“. Foto: Maren Könemann

Auch am „Haus der 131 Biere“, das mit etwa 90 Biersorten die größte Auswahl auf der Bierbörse hat, stehen schon einige Besucher. Darunter „Tanny“, der sich bereits durch drei unterschiedliche Biersorten aus drei verschiedenen Kontinenten probiert hat. „Angefangen habe ich mit australischem Bier, dann kubanisches, jetzt geht’s mit thailändischem weiter“, erzählt er. Der Grund seiner speziellen Auswahl: Dort ist er überall schon gewesen. So machen das viele Besucher, sagt Verkäufer Joel Krznar: „Die Leute trinken oft das Bier, das es im Urlaub gab – als Erinnerung. Generell trinken die Benrather aber gerne mildes Bier.“

Cocktail statt Bier: Auf der Bierbörse gibt es auch einen Cocktailstand. Den ehemaligen Arbeitskolleginnen Rita und Bianca (v.l.) gefällt dieses Angebot. Foto: Maren Könemann

Weiter geht es Richtung Augustiner Bräu – ebenfalls ein Besuchermagnet. Dort trifft sich René Wildmann (40) jedes Jahr mit seinen Freunden, um bei einem Glas vom „heiligen Öl“, wie er das Bier aus Bayern nennt, die Stimmung zu genießen. Wildmann, der über zehn Jahre im Ausland gelebt hat, liebt und schätzt die Bierbörse sehr. „Als ich 2013 nach Deutschland zurückkam und wieder auf die Benrather Bierbörse ging, habe ich wirklich jeden aus der Heimat wieder getroffen, den ich kannte – sogar alte Freunde aus der Grundschule. Das war einfach der Hammer“, erzählt er. Seitdem verpassen er und seine Freunde – alle kennen sich schon seit fast 30 Jahren – keine Bierbörse mehr.