Düsseldorf-Benrath: 44 Millionen Euro für drei modernere Schulen

Düsseldorf-Benrath : 44 Millionen Euro für Schulausbau

An Melanchton- und Erich-Müller-Straße bekommen drei Schulen modernere Gebäude und eine Mensa.

Der Bagger ist im Einsatz, die Baustelle eingerichtet. Für Schulleiter Hans-Jürgen Gürke ein schöner Anblick: „Ich schaue mir den Fortschritt an, damit ich den Eltern beim Schulbeginn berichten kann, wie es losgeht“, sagt der Direktor der Hauptschule.

Der Neubau der Gemeinschaftshauptschule Benrath gehört zu den großen Schulneubauprojekten der Stadt Düsseldorf. Rund 25 Millionen Euro  wird das Gebäude für rund 450 Schüler kosten. Es wird durch eine wettkampffähige Zweifeld-Sporthalle ergänzt, die aufgrund der hohen Vereinsnutzung eine Tribüne mit 199 Zuschauerplätzen erhält. Das neue Schulgebäude ist in drei Bereiche gegliedert: Eine zentrale dreigeschossige Halle bildet das Herzstück. Diese verbindet den Vorplatz mit dem Schulhof.

Bis zur Fertigstellung des Neubaus, der im dritten Quartal 2021 bezugsfertig sein soll, sind die Schüler in einem Ersatzgebäude an der Kappeler Straße 105 untergebracht. Anfang Januar diesen Jahres bezog die Schule diese Räumlichkeiten. Am Neubau der Schule gefällt dem Schuleiter die Konzeption mit sogenannten Clustern: „Man hat eben nicht mehr den geschlossenen Klassenraum, sondern man kann rausgehen, kann sich mit Schülergruppen zusammensetzen, Schüler können selbstständig lernen, und der Lehrer ist dann vor allen Dingen Berater.“

Dazu sind um einen zentralen Mehrzweckraum vier Klassenräume und ein Differenzierungsraum angeordnet. Die Clusterlösung soll dabei ermöglichen, dass die Mehrzweckfläche frei nutzbar und möblierbar ist. Auf der östlichen Gebäudeseite sind über drei Geschosse Cluster und auf der westlichen Seite die Fachklassen sowie Schulverwaltung und Lehrerbereich angeordnet. Die handwerklichen Fachräume sind im Erdgeschoss. Die Räume für Musik, Kunst, textiles Gestalten und Hauswirtschaft befinden sich in direktem Kontakt zur Halle. Auch die Mensa befindet sich dort und wird über die direkt angeschlossene „Cook & Chill“-Küche bedient.

Mehr Platz und mehr Möglichkeiten soll der Neubau damit bieten. Denn schon jetzt könnte die Hauptschule Benrath mehr Schüler annehmen: „Der Schülerzuwachs ab Klasse sieben ist immens, und ich hätte problemlos noch eine weitere Klasse aufmachen können, aber das geht halt räumlich aktuell nicht“, berichtet Schulleiter Hans-Jürgen Gürke.

Mehr Platz bekommen auch die beiden Grundschulen in unmittelbarer Nachbarschaft des Neubaus. Beide sollen zukünftig dreizügig sein. Die GGS Schloss Benrath und KGS St. Cäcilia teilen sich den Schulstandort. „Wir freuen uns auf größere Klassenräume“, sagt Susanne Ravier, Leiterin der GGS. Bisher findet der Unterricht in eher kleinen Klassenräumen von rund 50 Quadratmetern statt. „Wir haben uns mit Eltern und Schülern in der ersten Planungsphase beteiligt und Vorschläge für die zukünftige Schule eingebracht“, sagt Ulrike Freytag, Leiterin der KGS St. Cäcilia. Die Gestaltung des Schulhofs, Farben und Konzepte standen auf dem Programm.

Das bisherige Gebäudeensemble der beiden Grundschulen soll durch einen zum Bestand symmetrisch liegenden Neubau erweitert werden. Bei der Vorplanung wurden verschiedene Planungsansätze und Varianten für den Neubau untersucht. Das daraus resultierende Leitkonzept nennt sich „Schule im Park“. Der Neubau wird in Flucht der Turnhallen-Außenwände zwischen den bestehenden geschützten Bäumen stehen und ein dreigeschossiger Bau sein, der im Erdgeschoss eine gemeinsame Mensa hat, die gleichzeitig als Veranstaltungsraum für beide Schulen dient.

Das Gebäude liegt somit zentral „im Park“ zwischen der benachbarten Gemeinschaftshauptschule Benrath und den Grundschulen. Gleichzeitig trennt sie die Schulhöfe von KGS und GGS und ist von beiden Seiten  zugänglich. Die Größe der Schulhöfe bleibt wie im Bestand, und auch die Bäume können weitestgehend erhalten bleiben. Der Neubau verfügt dann über eine Fläche von circa 2150 Quadratmetern.

Dass die Grundschüler in zwei bis drei Jahren in den neuen Räumlichkeiten sind, darauf hoffen die Schulleiterinnen. Die Baumaßnahme beginnt im Frühjahr 2020 und soll im Sommer 2021 zum Schuljahresbeginn fertig gestellt sein. Danach wird parallel im hinteren Schulbereich eine Containeranlage aufgestellt, um mit Sanierungs- und Umbauarbeiten im Bestandsgebäude der Grundschule zu beginnen. „Der Umbau im Bestand soll im Sommer 2022 abgeschlossen sein“, sagt Freia Visser vom Schulverwaltungsamt.

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