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Düsseldorf: Anlage des VfL Benrath wegen Corona-Verstößen gesperrt

Fußballkreis reagierte nach einem Freundschaftsspiel am Wochenende : VfL-Anlage wegen Corona-Verstößen gesperrt

Der Verband untersagte erstmal alle weiteren Freundschaftsspiele. Das Eingangstor war nicht verschlossen, eine Personenliste nicht ordnungsgemäß geführt worden und auf der Tribüne haben Zuschauer den Mindestabstand sowie die Maskenpflicht nicht eingehalten. Der Verein gelobt Besserung.

Auf der Anlage beim VfL Benrath ist es zu Verstößen gegen die Corona-Auflagen gekommen. Bei einem Freundschaftsspiel der Bezirksligamannschaft von Trainer Botan Melik gegen den Landesligisten SG Holzheim am Wochenende sind dem Kreisfußballausschuss-Vorsitzenden Peter Landgräber gleich mehrere Mängel aufgefallen. Als Konsequenz wurden weitere für das Wochenende geplante Testpartien an der Karl-Hohmann-Straße kurzfristig abgesetzt. Ausgefallen ist die Begegnung der dritten Mannschaft der Benrather gegen Schwarz-Weiß 06. Das Heimspiel der VfL-Reserve konnte zum Gegner TuSpo Richrath verlegt werden.

„Das Eingangstor ist nicht verschlossen gewesen, eine Personenliste ist nicht ordnungsgemäß geführt worden, und auf der Tribüne haben Zuschauer den Mindestabstand sowie die Maskenpflicht nicht eingehalten“, berichtet Bernd Biermann, der als Kreisvorsitzender mit dem VfL-Vorstand für Mittwoch ein Gespräch anberaumt hat, bei dem das Hygienekonzept der Benrather sowie dessen Umsetzung eingehend erörtert werden sollen. – Der Benrather Vereinsvorsitzende Sebastian Linden räumt Mängel beim Einhalten der geltenden Corona-Vorschriften auf Anfrage unserer Redaktion ein. Zwar gebe es mit Fußball-Kindergartencoach Karl Ficenc und ihm selbst zwei Corona-Beauftragte für den Jugend- und Seniorenbereich. „Offenbar haben jedoch nicht alle im Verein mit letzter Konsequenz auf das Einhalten der Vorschriften geachtet“, erklärt Linden und hofft, dass das vorläufige Spielverbot als „Hallo-wach!“-Effekt verstanden werde.

Für das Einhalten der Corona-Schutzverordnung sind, wie Biermann betont, die Vereine zuständig. Allein eine umfassende Eingangskontrolle sowie das lückenlose Führen einer Personenliste zwecks Nachverfolgung erfordere einen hohen Personalaufwand. Schließlich ist bei Amateurspielen derzeit eine Kulisse von maximal 300 Zuschauern erlaubt. Weitere Lockerungen könnten ab dem 15. August im Zuge einer neuen Schutzverordnung möglich sein.

„Eine umfassende Kontrolle unserer Sportanlagen kann durch den Fußballkreis nicht durchgeführt werden“, betont Biermann. Falls jedoch Verstöße – beispielsweise durch die Schiedsrichter – gemeldet würden, werde unverzüglich eingeschritten, wie es in Einzelfällen bereits geschehen sei. „Schließlich sind wir verpflichtet, die Schiedsrichter und auch die Zuschauer zu schützen“, erklärt Biermann auch mit Blick auf den für Anfang September geplanten Beginn des Meisterschaftsbetriebs. „Nur wenn die Vorschriften konsequent eingehalten werden, kann es wieder Punktspiele geben.“