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Benrath: Die Sternsinger sind wieder unterwegs

Benrath : Die Sternsinger sind wieder unterwegs

Pauline, Meret und Caroline sind ein eingespieltes Team. Als Caspar, Melchior und Balthasar gehen die Elfjährigen von Haus zu Haus und sammeln für ein Projekt in Indien.

Die Sternsinger sind in seit gestern unterwegs, und das noch bis zum 8. Januar. Pauline, Meret und Caroline freuen sich auf ihre Aufgabe. Die drei Elfjährigen sind seit dem Kindergartenalter beim Sternsingen dabei, inzwischen unterstützen sie als "alte Hasen" die Jüngeren, die alljährlich neu hinzukommen. "45 Sternsinger wurden allein in St. Cäcilia ausgesandt; ungefähr die Hälfte von ihnen ist das erste Mal dabei," sagt Claudia Gutmann, Paulines Mutter und eine der drei Organisatorinnen der Aktion. Jedes der Dreikönigsteams wird von Müttern, Vätern oder älteren Messdienern begleitet. Nachwuchs kommt von den Kindern, die zur Erstkommunion gehen, andere beginnen schon im Kindergartenalter; und dann kann sich die Kirchengemeinde auf einen festen Stamm verlassen.

Gestern war in St. Cäcilia Aussendungsfeier. Dort wurden Lieder geprobt und der Segen, dann ging es auf den Weg - mit großem Stern, goldener Krone und Turban ausstaffiert und in lange Gewänder gehüllt. "Wir haben aber dicke Jacken darunter, denn es hat schon genieselt und geschneit", erinnert sich Meret an winterlich ungemütliche Vorjahre. Rund 300 Familien in Benrath wünschen sich in diesem Jahr den Segen der Sternsinger, sie haben sich zuvor in eine Liste beim Pfarramt eingetragen. "Manche Leute freuen sich so sehr, dass sie anfangen zu weinen", berichtet Pauline von ihren Erfahrungen. Meret begeistert sich dafür, dass von Jahr zu Jahr mehr Spenden für arme Kinder in Indien zusammen kommen. Lampenfieber beim Sternsingen? "Nö", meinen die drei erfahrenen Sternsinger einmütig und schütteln ihre Köpfe - selbst bei der Premiere damals nicht.

"Manchmal hören uns die anderen Leute in den Häusern, und wollen dann, dass wir auch für sie singen", sagt Caroline. Dass es Menschen gibt, die ihre Türe vor den Sternsingern verschließen, habe sie gehört, aber selbst zum Glück noch nicht erlebt. Natürlich wollen alle Drei den Benrathern im nächsten Jahr wieder als Könige von der Paulsmühle bis zum Schlossufer ihre Lieder, ihr Gebet und ihren Segen bringen - nicht zuletzt, weil sich die Menschen freuen. Die Buchstaben C+M+B werden kombiniert mit der Jahreszahl mit geweihter Kreide an die Türe oder Hauswand geschrieben. Es sind die Initialen der lateinischen Worte "Christus Mansionem Benedicat", Christus segne dieses Haus.

Die diesjährige Spendenaktion steht unter dem bundesweiten Motto "Gemeinsam für Gottes Schöpfung - in Kenia und weltweit." Die Spenden der Benrather Sternsinger kommen traditionell Projekten in Indien zugute, weil es dorthin einen persönlichen Kontakt gibt. "Das Geld ist für Schulen sowie Kranken- und Waisenhäuser", erklärt Sternsingerin Caroline. Jedes Jahr im Sommer komme ein Dankesbrief von dem dortigen Pfarrer. Ein Dankeschön für alle engagierten Sternsinger haben die drei Mütter Claudia Gutmann, Brigitte Machwitz und Simone Halder schon geplant: Leckereien, Spiel und Spaß gibt's heute für alle Könige.

(bgw)