Benrath: Das Millenniumsbaby wird 18

Benrath: Das Millenniumsbaby wird 18

Katharina Schönen wurde am 1. Januar 2000 als erstes Baby des neuen Jahrtausends im Benrather Krankenhaus geboren. Nun wird sie volljährig und feiert mit Freunden und Familie eine große Silvester- und Geburtstagsparty.

Zu den Geburtstagen gibt es Kronen, Torten und große Feiern - wie bei so manch anderem Kind auch. Und doch unterscheidet Katharina Schönen etwas von den anderen. Sie ist die Erste, die in dieser besonderen Silvesternacht beim Wechsel zu einem neuen Jahrtausend im Düsseldorfer Süden das Licht der Welt erblickt hat. "Dass gerade meine Eltern das Millenniumskind von Benrath bekommen würden, hätten sie vermutlich nicht gedacht", sagt Katharina Schönen über ihre Eltern, "wahrscheinlich haben sie darüber gar nicht nachgedacht, weil sie am Tag davor noch ordentlich Silvester gefeiert haben".

Im Alter von zehn Jahren: Katharina Schönen mit Hündin Maja. Foto: RP-Archivfotos (2)

Am 1. Januar 2000 wurde Katharina um 19.11 Uhr im Benrather Sana-Krankenhaus geboren. Da sie erst abends zur Welt kam, ist sie nicht das erstgeborene Jahrtausend-Kind in ganz Düsseldorf, doch für den Titel des Benrather Millenniumskind reichte es für die Urdenbacherin allemal. Besonders begleitet habe sie dieser Status allerdings nicht, auch wenn die Rheinische Post sie seitdem regelmäßig begleitet. "Ich bin ganz normal", sagt Katharina Schönen.

Und genauso normal wird auch ihr 18. Geburtstag gefeiert. Es ist schon alles geplant für die große Feier morgen Abend. Eingeladen sind über 80 Personen, darunter Freunde und Familie. Für den besonderen Geburtstag wurde sogar so manche Reise verlegt. "Viele meiner Freunde sind in den Winterferien immer im Skiurlaub. Dieses Jahr wollen sie extra später fahren, damit sie an meinem Geburtstag da sein können", erzählt die 17-Jährige. Als Kind sei dieser Tag als Geburtstag denkbar schlecht gewesen. Ein paar Freunde waren zwar immer da, aber eben nicht alle. Mittlerweile hat sich Katharina Schönen mit dem Tag angefreundet und sieht auch Vorteile. "Man kann Silvester und den Geburtstag zusammen feiern", sagt sie. Neben vielen Gratulanten bekomme sie noch ein riesiges Feuerwerk oben drauf. "Das ist schon das Coolste an dem Tag", gibt sie zu. Sie selbst lässt aber die Finger von den Feuerwerksraketen. Das ist ihr zu gefährlich. Glücklicherweise gebe es immer genug Menschen um sie herum, die Raketen zündeten und ihr damit ein schönes Geburtstagsfeuerwerk bereiteten. "Ich halte dann einfach ein paar Wunderkerzen", sagt sie lachend. Ab Montag darf sie endlich auch alleine Auto fahren. Seit April hat sie den Führerschein und nutzt seitdem mit ihren Eltern die Möglichkeit des begleiteten Fahrens. 2018 möchte sie das Abitur am Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium bestehen. "Was ich danach mache, weiß ich noch nicht genau." In ihrer Freizeit hat sie wie jeder andere junge Frau normale Hobbys. Sie spielt Tennis, geht shoppen und trifft sich mit Freunden. Obwohl sie ab und zu auf ihr Geburtsdatum angesprochen wird - gefeiert wird ganz normal, wie viele andere das an ihrem 18. Geburtstag auch machen.

(RP)