Benrath : Containerunterkunft ist bezogen

An der Benrodestraße ist gestern die erste Düsseldorfer Flüchtlingsunterkunft in Containerbauweise in Betrieb genommen worden. Die Stadttochter Industrieterrains Düsseldorf-Reisholz (IDR) hat die Unterkunft auf einem ihr gehörenden ehemaligen Speditionsgelände im Auftrag der Stadt errichtet. In einem ersten Schritt sind dort nun 135 Männer, Frauen und Kinder eingezogen. Von den Nachbarn willkommen geheißen wurden sie durch eine aus Krepppapier gefertigte Blumengirlande.

Unter anderem kann die Stadt durch die Inbetriebnahme die als Massenunterkunft genutzte Turnhalle an der Borbecker Straße aufgeben. Die bislang dort untergebrachten rund 50 alleinreisenden Männer leben in Benrath zu zweit in einer Containereinheit. Weitere rund 40 Menschen aus Familieneinheiten, die in Schulklassen an der Borbecker Straße untergebracht waren, sind ebenfalls in den Stadt-Süden gezogen, wie auch weitere Familien aus dem ehemaligen Ferdinandheim an der Manthenstraße. Diese Unterkunft will die Stadt als barrierefreie Flüchtlingsunterkunft umbauen.

Nächste Woche sollen weitere rund 40 Menschen aus Familien-Einheiten von der Laclombletstraße nach Benrath ziehen. "Damit leben dort dann zur Hälfte alleinreisende Männer sowie Flüchtlinge in Familieneinheiten", berichtete die städtische Flüchtlingsbeauftragte Miriam Koch auf Anfrage.

Demnächst soll damit begonnen werden, die Flüchtlinge mit dem Nötigsten auszustatten. Anders als an der Borbecker Straße sollen sich die Menschen hier selber verpflegen. Viele Helfer haben in den vergangenen Wochen Sachspenden gesammelt. Um diese lagern und sortieren zu können, wird in der Nähe der Benrodestraße ein trockener Raum (Garage/Keller) gesucht. Wer einen zur Verfügung stellen kann, kann sich per Mail unter "willkommen-in-benrath@web.de" melden. Gesucht werden zudem noch satellitentaugliche Fernseher, da die Container mit Satellitenschüsseln ausgestattet sind.

(rö)