Comedy, Kaffee und Kuchen im Bunker Paulsmühle in Benrath

Comedy am Nachmittag : Comedy, Kaffee und Kuchen im Bunker Paulsmühle

Comedy und Kaffeeklatsch, das passt. Und der Verein der Interessengemeinschaft der Paulsmühler Jecken e.V. hatte dies zu einer Show zusammengeführt, Titel „Heiß und fettig“. Zu Kuchen und Kaffee,  aber auch anderen Getränken, hatte man am Sonntagnachmittag gleich vier Comedians in den Bunker Paulsmühle geladen, der mit einer gediegenen Wohnzimmeratmosphäre aufwartete.

Die Gäste enttäuschten nicht, gaben Kostproben aus ihren aktuellen Programmen, sorgten für Lacher, auch für manch böse.

So wie die des deutsch-palästinensischen Comedians Amjad, der nach seinem Motto „Lachen verbreiten, Angst vermeiden“ gern mit seinem arabischen Migrationshintergrund kokettiert. „Wer“, fragte er in den gut besuchten Saal, „war schon mal auf einer arabischen Hochzeit?“ Tatsächlich gingen ein, zwei Finger hoch. „Ist ganz anders als eine deutsche, oder?“ Er sei ja schon mit neun Jahren auf seiner ersten arabischen Hochzeit gewesen. „Auf der meiner kleinen Schwester.“ Tiefes Raunen kam von den Tischen. „Ach, ich mach’ doch nur Spaß“, sagte Amjad, er spiele doch nur mit den Klischees. Ein bisschen. Und legte dann noch mal nach. „Ein Jahr später war ich schon Onkel.“

Vor ihm hatte einer der größten Comedians Deutschlands die Bühne betreten. Keirut Wenzel aus Köln misst 1,97 Meter. „2,02 Meter mit Haaren.“ Wenzel ist eigentlich studierter Biologie. Darauf legt er Wert. Und als Biologe ist ihm die Hygiene wichtig. Und so sinnierte er darüber, warum sich viele Männer nach dem Toilettengang nicht die Hände waschen. Vielleicht, weil die Seife oft nach Aprikose oder Mandeln rieche. Womöglich wäre es hilfreich, würde sie einen anderen Duft verströmen – „nach Bratfett, Bier oder Neuwagen.“

Michael Eller ist ein alter Kreuzfahrer-Hase. Schon 50 Mal habe er Engagements auf See gehabt. Deswegen firmiert er auch als „Käpt’n Comedy“. An diesem Nachmittag aber klärte er das Publikum über eine spezifische Krankheit seines Berufsstandes auf – das „Komiker-Tourette“. Dies sei der zwanghafte Drang, immer lustig sein zu müssen. Auf der Bühne sei das gut, bei einer nächtlichen Polizeikontrolle weniger. Eine „mäßig attraktive“ Beamtin habe ihn gefragt, was er denn glaube, warum sie ihn angehalten habe. Er konnte nicht anders und musste antworten: „Einsamkeit?“

Durch den launigen Nachmittag führte Christopher Köhler, der sich selbst als Mischung als Comedian und Magier vorstellte. Dem Publikum gab er den Rat. „Gönnen Sie sich noch ein Getränk. Sie haben noch mehr Spaß, und uns macht es die Sache einfacher.“