Benrath: BV debattiert über den Friedhof in Itter

Benrath : BV debattiert über den Friedhof in Itter

Morgennachmittag tagt die BV 9 im Benrather Rathaus. Dann geht es auch um die angekündigte Schließung der unterirdischen Toilettenanlage auf dem Marktplatz. Die Händler fordern ein Pissoir.

Die Bezirksvertretung 9, zuständig für die Stadtteile Wersten, Holthausen, Hassels, Reisholz, Himmelgeist, Itter, Benrath und Urdenbach, kommt am morgigen Freitag, 26. Januar, 16 Uhr, im Sitzungssaal des Benrather Rathauses, Benrodestraße 46, zu ihrer ersten Sitzung im neuen Jahr zusammen. Im öffentlichen Teil dürfen Zuhörer dabei sein; sie dürfen nicht mitreden oder Fragen stellen. Diese Themen stehen unter anderem auf der Tagesordnung:

1.) Anpassung des Friedhof-Entwicklungskonzeptes im Bereich des Friedhofs Itter

2.) Schließung der öffentlichen Toilettenanlage auf dem Benrather Marktplatz

3.) Freigabe des verkaufsoffenen Sonntags im Mai in Benrath anlässlich des Maimarkt der Aktionsgemeinschaft Benrath Warum diese Themen für die Stadtteile wichtig sind.

1.) Seit 2013 finden auf dem Friedhof Itter muslimische Bestattungen statt. 300 Gräber stehen dort zur Verfügung. Bald sollen es mehr werden. Der Ausschuss für öffentliche Einrichtungen hat sich bereits mit dem Plan beschäftigt, weitere Flächen für muslimische Beisetzungen zu schaffen, indem das bestehende Entwicklungskonzept des Friedhofs angepasst wird. Die Kapazität des Friedhofs reicht für die jährlich rund 60 muslimischen Beisetzungen nicht mehr aus. Deshalb schlägt die Stadtverwaltung vor, das Grabfeld auszuweiten und den Verlauf der Friedhofsgrenze anzupassen.

2.) Bereits zu Ende Februar will die Stadt die unterirdische, öffentliche Toilettenanlage auf dem Marktplatz schließen, neben den hohen Unterhaltskosten argumentiert die Verwaltung mit technischen und baulichen Mängeln.

Weil es sich um eine Informationsvorlage handelt, können die BV-Mitglieder nicht darüber abstimmen. Nach der gestrigen Berichterstattung war die geplante Schließung das Thema bei Marktbeschickern, Verkäufern und Kunden. Axel Küppers, der die mobile Kaffeebude in seinem Oldtimer betreibt, hat die Stimmung so zusammengefasst: "Wir benötigen auf dem Markt Fall ein öffentliches Pissoir, damit die Männer nicht überall hinpinkeln" Diese Forderung unterstützt auch die Vorsitzende der Aktionsgemeinschaft Benrath, Melina Schulze.

3.) Weil die Stadt aus den Klagen der Gewerkschaft Verdi gegen die Sonntagsöffnungen der Geschäfte 2017 gelernt hat, soll die Politik für das erste Halbjahr nur zwei Sonntagsöffnungen zustimmen. Die SPD hat in allen Ausschüssen, bei denen das Thema auf der Tagesordnung stand, die Öffnung zur Prowein abgelehnt. Bislang gibt es eine Zustimmung der Gremien nur für die Öffnung zum Maimarkt am 6. Mai. Allerdings dürfen Geschäfte nur in der engeren Nachbarschaft zum Marktplatz öffnen. Dazu zählen Hauptstraße, Görresstraße, Cäcilienstraße, Börchemstraße, Friedhofstraße, Sistenichstraße und Heubesstraße.

(rö)