Benrath/Wersten: Bezirksvertretung ehrt Archivar Wolfgang Butgereit

Benrath/Wersten: Bezirksvertretung ehrt Archivar Wolfgang Butgereit

Die Werstener Jonges sind stolz auf ihren Archivar und deswegen hatten sie ihn für eine besondere Ehrung vorgeschlagen: Gestern wurde Wolfgang Butgereit mit der Ehrenplakette der Bezirksvertretung ausgezeichnet. In der gestrigen Sitzung nahm der Jubilar die Auszeichnung persönlich entgegen. Auch seine Frau Rosalind freute sich über die besondere Würdigung des langjährigen Engagements ihres Mannes. Um seine Liebe zu Wersten zu zeigen, stimmte Butgereit denn auch gleich stimmgewaltig das Werstener Heimatlied an - er ist seit über 20 Jahren Mitglied des MGV Liederkranz-, in das alle mehr oder minder gekonnt einsetzten.

In der Ehrensatzung der Stadt Düsseldorf ist festgelegt, dass nicht nur der Oberbürgermeister oder der Stadtrat Auszeichnungen vergeben darf, sondern auch die Bezirksvertretungen. Sie gehen an Personen, die sich besonders herausragend um die Belange des Stadtbezirks verdient gemacht haben. Die bronzene sechs Zentimeter große Plakette zeigt eine Abbildung Jan Wellems. "Wolfgang Butgereit betreut seit über 30 Jahren unser Vereinsarchiv. Er trägt wesentlich dazu bei, die Geschichte des Ortsteils Wersten zu archivieren", beschreibt Wolfgang Vergölts, Geschäftsführer der Werstener Jonges, das Engagement.

Wolfgang Butgereit, der 1934 im Norden von Düsseldorf geboren wurde, zog der Liebe wegen nach Wersten. 1979 wurde er Mitglied des Heimatvereins Werstener Jonges. Im Jahr 1981 bekamen die Jonges die Möglichkeit, Räumlichkeiten im Bürgerhaus an der Werstener Dorfstraße anzumieten. Butgereit hatte schon vorher die Aufgabe des Archivars übernommen und war überglücklich, die gesammelten Exponate aus seinem Keller zu holen.

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Er konnte endlich seine gesammelten Werke sortieren und im "Archiv ausstellen". Nach dem er sein Archiv eingerichtet hatte, wollte er natürlich die Geschichte von Wersten Werstener Bürgern zugänglich machen. Nach Terminabsprache öffnete er sein "Archiv füraAlle" die daran interessiert waren. Anfang der 90er Jahre entschloss er sich dann, das Archiv jeden ersten Montag im Monat für drei Stunden zu öffnen. Durch das Bekanntwerden des Archivs wurden auch Termine mit Besuchern abgesprochen, die außerhalb der Öffnungszeit lagen. So melden sich auch immer mehr Schulklassen an. Wenn Butgereit zu einer Veranstaltung eingeladen wird, packt er sein "mobiles Archiv" ins Auto und stellt themenbezogene Exponate aus.

(sime)