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Benrather Schlossnarren bauen Karnevalswagen 2020 in Hakle-Fabrik

Benrather Schlossnarren : Mottowagen entsteht in Fabrikhalle

Die Firma Hakle hat den Schlossnarren ausgeholfen, als diese ihre Wagenbauhalle räumen mussten.

In der neuen Wagenbauhalle der Benrather Schlossnarren auf dem Gelände der Firma Hakle mussten sich Karnevalisten und Mitarbeiter zunächst aneinander gewöhnen. Bei einem der ersten Abende, an denen das Wagenbauteam am Wagen für die Session 2019/2020 gearbeitet hat, wurden sie von den Reinigungskräften übersehen und versehentlich in der Fabrikhalle eingeschlossen. „Trotz solch kleiner Missgeschicke sind wir trotzdem heilfroh, dass wir diesen Ort gefunden haben“, sagt Peter Schneider von den Schlossnarren.

Denn bis vor wenigen Wochen war noch unklar, ob der Benrather Karnevalsverein seinen diesjährigen Wagen unter dem Motto „Das Ben-Rad dreht sich um die Welt“ überhaupt fertigstellen kann. Im August wurde der Vorsitzende Jochen Scharf darüber informiert, dass die Schlossnarren die Halle in Hilden, die sie seit Jahren für ihren Wagenbau gemietet hatten, nicht mehr weiter nutzen können. „Der Hauptmieter hat gewechselt, und uns als Untermieter wurde neun Tage Zeit gegeben, um die Halle zu verlassen“, erzählt Scharf.

Und so wurde der Karnevalswagen mit dem Trecker von Hilden nach Benrath gezogen, wo er auf dem Gelände des befreundeten Vereins Paulsmühler Jecken abgestellt wurde – im Freien, nur mit einer Plane vor Wind und Wetter geschützt. „Die Hilfe der Paulsmühler war wichtig für uns, aber den Winter hätte der Wagen draußen nicht überstanden“, sagt Wilfried Loth vom Wagenbauteam. Das Material des Mottowagens sei für die längere Lagerung im Freien nicht geeignet. Also machte sich Schlossnarren-Chef Scharf auf die Suche nach einer besseren Lösung für die Session – und fand sie auf dem Gelände der Firma Hakle, die den Verein bereits in vergangenen Jahren mit Wurfmaterial-Spenden unterstützt hatte.

„Hakle war sofort bereit, uns aus der schwierigen Lage zu helfen“, erzählt Scharf. Und Caroline Trah, Vorstandsassistentin des Unternehmens, erzählt: „Es gab einige Hürden zu überwinden, damit sich Wagenbau und laufender Betrieb nicht ins Gehege kommen.“ Das Wagenbauteam hat eine Sicherheitseinweisung bekommen und muss Arbeitsschuhe tragen. So steht der zwölf Meter lange und drei Meter breite Wagen nun in einer der Fabrikhallen von Hakle, bis er am Karnevalssamstag zum Veedelszug nach Benrath gefahren wird.

Einige der Arbeiten werden weiterhin im Bunker der Paulsmühler Jecken getätigt. Dort gestaltet das Design-Team der Schlossnarren die mobilen Teile, so dass sie bei Hakle nur noch montiert werden müssen. Die Zusammenarbeit zwischen Verein und Betrieb läuft gut, kleine Missgeschicke auf beiden Seiten sind eher Grund zum Lachen.

Wo ihre Wagen in Zukunft entstehen, wissen die Schlossnarren noch nicht. „Wir stehen aber auch in den kommenden Jahren für Ideen zur Verfügung“, verspricht Trah.