Bürgerinitiative : Benrath braucht mehr Radwege

Die Benrather Initiative für Nachhaltigkeit fordert mehr Einsatz für Umweltschutz.

(bgw) Das Thema Nachhaltigkeit ist aktuell, und die Benrather Initiative für Nachhaltigkeit (BIN) mischt sich mit Informationen, Austausch und Aktivitäten ein. Jetzt diskutierten Mitglieder der Ini­tiative an einem Info-Stand vor St. Cäcilia mit Passanten. Auch ein Mitarbeiter des Umweltamts war zum Thema Altbausanierung dabei. „Die Leute fragen nach dem richtigen Dämmschutz. Die Sommer sind heißer geworden, und die Stadt fördert energetische Sanierung“, erklärte Michael Lambertz.

Dieses Thema ist nur eines von vielen Anliegen der BIN. „Ganz aktuell engagieren wir uns für Fahrradwege und suchen Platz für zusätzliche Abstell-Anlagen“, erklärte Erhard Treutner, Sprecher und Begründer der Initiative. Aus Holthausen kommend Richtung Benrath, dort wo die Straßenbahn ihren eigenen Gleiskörper verlasse, sei zum Beispiel kein Radweg vorhanden – und das sei gefährlich. Auf der Benrather Schlossallee, um den Schlossweiher herum, fehle er ebenfalls, so Treutner weiter. „Es wäre auch sicherer, wenn Fahrradfahrer und Autofahrer nicht gleichzeitig an der grünen Ampel losfahren, sondern die Fahrradfahrer einen kurzen Vorsprung bekämen“, erklärte Mitstreiterin Heidrun Hoppe eine weitere Idee.

Zusätzliche Standorte zum sicheren Abstellen der Räder haben sie bereits ins Auge gefasst. Entlang der Itter – in der Kurve der Urdenbacher Allee – und im Eingangsbereich der Fußgängerzone an der Heubesstraße gebe es Platz. „Am S-Bahnhof reichen die vorhandenen Plätze auch nicht mehr aus“, ergänzte Treutner den Bedarf.

„Wer das Thema Umwelt- und Klimaschutz nicht wahrnimmt, der hat den Schuss noch nicht gehört“, meinte Detlef Weber lakonisch. Fahrradfahren, das sei für ihn nur einer von vielen Aspekten, die Umwelt zu schützen, deshalb trete er in die Pedale, wann immer es ihm möglich sei. „Aber die Gemeinden sind nicht verpflichtet, neue Wege zu schaffen“, gab Weber zu bedenken. Darin sieht er den Grund dafür, dass nicht mehr Wege geschaffen werden. Mitstreiter sind also immer willkommen, damit Ideen Gehör finden – auch bei der BIN. Ansprechpartner ist Erhard Treutner: e.treutner@gmx.de.