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Benrather Eissporthalle: CDU will sie mit Schwimmbad kombinieren

Zukunft ungewiss : Wie geht es weiter mit der Benrather Eissporthalle?

Schon 2015 stand die Halle vor der Schließung - jetzt ist es wieder soweit. Stadt und Sparkasse halten sich bedeckt. Die CDU will jetzt die Diskussion vorantreiben: Sie ist dafür, die Eissporthalle mit einem Schwimmbad zu kombinieren.

Alles andere als schlechte Zahlen präsentiert Manfred Otto, Leiter der Eissporthalle in Benrath, dem Stiftungskuratorium auch in diesem Jahr wieder. "Im Vergleich zum Jahr davor hatten wir 2017 wieder einen Zuwachs um fünf Prozent", sagt er.

Also hätte er eigentlich allen Grund zur Freude. Doch weit gefehlt, da er immer noch nicht weiß, wie es weitergeht. Denn als die Eishalle, die sich aus dem Geld einer Sparkassen-Stiftung finanziert, bereits einmal 2015 vor der Schließung stand, hatten Stadt und Sparkasse vereinbart, dass die Einrichtung bis Ende der Laufzeit im April 2019 gesichert ist. Damals hatte es großen Protest wegen der möglichen Schließung gegeben. Eishallen-Nutzer hatten vor der Halle demonstriert und tausende Unterschriften gesammelt - mit Erfolg.

Sparkasse und Stadt schweigen über Weiterbetrieb nach 2019

Alle Zeichen deuten nun erneut auf ein Aus der beliebten Einrichtung: So hat Manfred Otto, der im August 2017 vom Rücktritt zurücktrat und die Geschicke der Eishalle wieder übernahm, nur einen bis dahin datierten Vertrag: "Ich weiß auch nicht, ob und wie es dann weitergeht", sagte er im Gespräch mit unserer Redaktion. Das würde er aber gerne wissen. Otto: "Im Moment wäre die Zeit, um Verträge zu verlängern". Beispielsweise mit den Devils, die in der Benrather Eishalle spielen, oder dem Pächter der Pistenbar. Sparkasse und Stadt halten sich bislang über einen möglichen Weiterbetrieb über das Frühjahr 2019 hinaus bedeckt.

Eine Anfrage der CDU-Fraktion unlängst in der Sitzung der Bezirksvertretung 9 hatte die Verwaltung lapidar so beantwortet: "Grundsätzlich wird seitens der Verwaltung ein Bedarf für eine Eissporthalle im Düsseldorfer Süden gesehen. Es werden derzeit verschiedene Optionen geprüft."

CDU will Kombi-Neubau von Eishalle und Schwimmbad

Jetzt versucht die CDU durch einen Antrag im am Dienstag tagenden Sportausschuss Dampf in den Kessel zu bekommen. Die christdemokratischen Sportpolitiker geben den Anstoß, wegen des Sanierungsbedarfs der Eishalle, die 1979 eröffnet wurde, zu einem Kombinations-Neubau von Eishalle und Schwimmbad. Das Benrather Hallenbad wird an seinem jetzigen Standort im Februar 2019 aufgegeben und soll auf dem Gelände des Freibades neu gebaut werden. Die Pläne dafür sind schon weit gereift.

CDU-Ratsherr Dirk-Peter Sültenfuß, Vizevorsitzender im Sportausschuss, will das Angebot für Eissport unbedingt im Düsseldorfer Süden erhalten: "Die Halle an der Paulsmühlenstraße ist seit 40 Jahren eine feste Adresse im Schul-, Amateur- und Profibereich. Neben den Devils, den Penguins und dem Eishockey-Club 'Die Eisheiligen' nutzen sie mehr als 40 Schulklassen in Benrath."

Für Sültenfuß wäre die Schließung der Halle eine Katastrophe: "Rund 50 Prozent des Schul-Eissports im Süden würden dann wohl wegfallen, da es kaum oder keine Ersatzzeiten auf anderen Flächen gibt. Das will die CDU-Fraktion natürlich verhindern", heißt es in einer Pressemitteilung der CDU.

Kombi-Lösung soll gut sein für Klima-Technik und Verkehr

Sültenfuß regt dabei weiter an, die Eishalle als Neubau mit einem Schwimmbad zu kombinieren, um Synergieeffekte bei klimafreundlicher Technik und bei der Verkehrserschließung zu nutzen.

Im Fall einer Verlagerung könne man mit dem Erlös aus dem Verkauf des bisherigen Grundstücks einen Teil der Investitionen decken, sagte der Sportpolitiker.

Gebäude und Gelände - die genau zwischen dem Dürer-Kolleg und dem im Bau befindlichen Mühlen-Quartier mit rund 345 neuen Wohneinheiten liegen - fallen im Frühjahr 2019 an die Stadt.

(rö)