Benrath : 15 Nachwuchs-Musiker studieren Barock-Musik

Seit neun Jahren lädt die Neue Düsseldorfer Hofmusik begabte junge Musiker aus der ganzen Welt zur Sommerakademie ins Benrather Schloss.

Nach bewährtem Muster hat die Neue Düsseldorfer Hofmusik zusammen mit der Stiftung Schloss und Park Benrath zur Internationalen Sommerakademie für Alte Musik auf Schloss Benrath eingeladen.

Diesmal sind 15 Studierende der Einladung gefolgt, um von den Meistern der Hofmusik das barocke Handling der Instrumente mit Musik aus alter Zeit zu üben. Dabei steht natürlich der Solo-Unterricht im Vordergrund, aber das Ensemblespiel der barocken Kammermusik wird gleichzeitig gepflegt.

Barock-Violine und Barock-Viola unterrichtet seit Beginn der Akademieen Mary Utiger, Konzertmeisterin der Hofmusik und Professorin in München. An der gleichen Hochschule unterrichtet Michael Schmidt-Casdorff, der in Düsseldorf die Traversflöten ausbildet. Nicholas Selo unterichtet die Cellisten. Der Engländer, der am Royal College of Music in London studierte, spielt selbst auf einem Barock-Violoncello von William Forster aus der Zeit um 1790.

Da barocke Kammermusik meistens auch ein Cembalo braucht, um den basso continuo auszuführen, hat die Neue Düsseldorfer Hofmusik hierfür Dorota Zimna von der Hochschule in Bydgoszcz (früher Bromberg) in Polen gewinnen können. Ihr obliegt es vor allem, die jungen Instrumentalsolisten ins Ensemblespiel barocker Kammermusik einzuführen.

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Die Studierenden stammen in diesem Jahr aus Bulgarien, China, Deutschland, Japan, Korea, Polen und Portugal. Einige haben schon mal an der Sommerakademie teilgenommen. Ein 16-Jähriger am Violoncello ist 2018 der jüngste Teilnehmer. Damit alle eine Möglichkeit zum Üben haben, stehen Übungsräume im Tor-Turm und in der Kapelle neben der Orangerie zur Verfügung. Ansonsten werden alle Erdgeschossräume der Orangerie genutzt. Anhand der seit Dienstag erlernten Fähigkeiten erstellen Unterrichtende und Schüler ein Programm für das Abschlusskonzert.

Damit in den Unterrichtsräumen nicht nur Solo gespielt werden muss, hat Christoph Lehmann, freischaffender Düsseldorfer Komponist und Continuonist, aus seiner Instrumentensammlung drei Cembali zur Verfügung gestellt: Ein einmanualiges italienischer Bauart, ein ebensolches deutscher Bauart und ein zweimanualiges Zuckermann-Cembalo. Alle sind – der barocken Spielweise entsprechend – auf 415 Hz gestimmt.

Neben aller Musik in wunderbarer Umgebung wird auch das menschliche Miteinander in den gemeinsamen Pausen und beim Mittagessen sehr gepflegt und geschätzt, was sich auch an den Einträgen im Gästebuch der Sommerakademie nachlesen lässt.