Feier für Boxlegende Max Schmeling : Max-Schmeling-Feier im Bürgerhaus

100 Gäste kamen, um sich mit der Geschichte des Boxers zu beschäftigen.

Ring frei für Max Schmeling – so lautete das Motto im Anschluss an die Einweihung der  „Max-Schmeling-Straße“ im neuen Paulsmühler „Mühlenquartier“. Zur Feier hatte Straßennamen-Initiator Andreas Vogt ins Bürgerhaus Benrath eingeladen. Dessen Festsaal rief Vogt bei seiner Begrüßung zur zweiten „Max-Schmeling-Halle“ aus. Damit war für rund einhundert Gäste klar: Hier gibt es Max Schmeling zu erleben, Deutschlands größten Boxer aller Zeiten.

Der Paulsmühler Bürger Vogt fühlt sich eng verbunden mit seinem Idol, dessen Weltkarriere im Benrather Ortsteil jenseits der Bahn begann, und dessen Spuren in der Paulsmühle unvergessen bleiben sollen. „Max Schmeling war ein Kämpfer und ist ein echtes Vorbild“, schwärmte Vogt bei der Führung  durchs Schmeling-Erlebnis-Programm. Heiko Stöhr von der Max-Schmeling-Stiftung etwa lebt Schmelings Lebensidee authentisch weiter, wenn er von den sozialen Projekten berichtet, die der Boxsportler mit Herz schon zu Lebzeiten initiierte. Von Liebe zum Boxsport spricht Profi-Boxer Robert Tlatlik, wenn er beteuert: „Im Ring stehen, das ist ehrlicher Sport.“

Wolfgang D. Sauer vom Heimatarchiv zeigt Schmelings Verbindung zu Benrather Größen auf: „Benraths berühmtesten Fußballer Karl Hohmann traf Schmeling 1936 im Olympischen Dorf“, weiß  Sauer zu berichten. Und an der Seite von Filmstar Harry Piel, an dessen Geburtshaus in Benrath mit dem Harry-Piel-Platz erinnert wird, war Schmeling 1926  in einen Stummfilm zu sehen.

Einen fiktiven Rückblick auf Schmelings 20er Jahre lieferte Krimi-Autor Jörg Marenksi, der aus seiner Schmeling-Novelle „KO in der sechsten Runde“ vorlas, in der Schmeling durch die Paulsmühle streift, bevor ihm die Wettmafia ein unmoralisches Angebot aufzudrängen versucht.