Benrath : Benefizspiel für Flüchtlinge

Die SG Benrath-Hassels organisierte ein Match gegen die Deutsche Post und spendete 4500 Euro.

Die Bezirkssportanlage Am Wald, auf der die SG Benrath-Hassels ihre Kreisliga-Fußballspiele austrägt, erstrahlte in einem satten Gelb und feurigem Rot. Die Anhänger des Traditionsclubs müssen nun aber nicht befürchten, dass die Vereinsfarben geändert wurden. Die Deutsche Post, Vereinsfarbe - Entschuldigung - Unternehmensfarbe gelb, hatte ihre Fußball-Nationalmannschaft nach Benrath geschickt, um ein Benefizspiel für die Flüchtlingshilfe gegen die Kreisliga-Kicker auszutragen. Nach dem 3:1-Erfolg der Hausherren holten sich die Kicker jede Menge Schulterklopfer ab, denn die Postler sind in der Ober- und Regionalliga aktiv.

Doch das sportliche Ergebnis war zweitrangig. Viel wichtiger waren die Spendensumme von 4.500 Euro und das Rahmenprogramm. "Wir haben einen Scheck über 3.803 Euro und 40 Cent an die Flüchtlingsbeauftragte Miriam Koch übergeben. 700 Euro hatten wir schon vorher in Spielsachen investiert und die an Flüchtlingskinder verteilt", erläuterte Andreas Klose, Organisator der Aktion. Vor dem Spiel standen Torwand, Kicker, Kleinspielfelder und ausgebildete Trainer zur Verfügung. Jede Menge Flüchtlingskinder aus der Unterkunft Am Wald traten mit viel Freude vor den Ball.

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Dazu trug der Ex-Fortuna-Torwart Georg Koch bei. Er stand 25 Minuten im Post-Deutschland-Tor und wurde von Dieter Paucken abgelöst. Paucken, früher Profi-Spieler beim 1. FC Köln, arbeitet bei der Post in Koblenz. "Die Post-Spieler kamen aus ganz Deutschland. Sie wurden von ihren Arbeitgebern freigestellt", sagte Klose und ergänzte: "Die Post hat auch noch einen Betrag für die Flüchtlinge gespendet."

Und dann schrieb das Leben eine der Geschichten, der, hätte man darüber einen Spielfilm gesehen, niemand Glauben geschenkt hätte. Das 1:0 für die SG erzielte Kingsley Annointing. Er ist aus Ghana geflüchtet, inzwischen als Flüchtling anerkannt und unverzichtbarer Teil der ersten Mannschaft der SG, zudem beim Benefizspiel Teamkapitän. Organisator Klose ist zudem sein Pate, der konnte sich deshalb gleich mehrfach als Sieger fühlen. Gewonnen haben am Ende alle.

(tin)