Beim Kangatraining macht das Baby im Tragetuch mit - Angebot im Bürgerhaus in Düsseldorf-Benrath

Angebot im Bürgerhaus in Düsseldorf-Benrath : Kanga - der Trendsport für Mutter mit Kind

Für junge Mütter ist es nicht leicht, etwas für sich zu tun. Nicht jedes Baby lässt sich im Fitness-Studio in die Kinderbetreuung bringen. Da kann es eine Lösung sein, das Baby im Tragetuch mitzunehmen. Beim Kangatraining im Bürgerhaus schlafen viele dabei sogar ein.

Der Alltag als frisch gewordene Mama kann schon einmal anstrengend sein, das weißt Anika Maciejowski. Da bleibt der Sport manchmal der Strecke. Muss er aber nicht: Maciejowski bietet sogenannte Kanga-Kurse an, bei denen sich Mütter gemeinsam mit ihren Babys auspowern können.

Eine Stunde intensives Workout aus Tanzen und Gymnastik, bei denen die Babys einfach als Gewichte in einer Trage auf dem Rücken oder vor dem Bauch der Mutter mit eingebaut werden. Den kleinen gefällt es: „Es gibt keinen besseren Platz für sie, es ist warm und sie sind nah an der Mutter“, sagt Maciejowski.

Die 32-jährige bietet jeden Montagmorgen einen Kurs im Benrather Bürgerhaus an, bis zu 13 Mutter-Kind-Paare können daran teilnehmen. Maciejowski ist gelernte Hotelfachfrau und hat ihre Ausbildung zur Kangatrainerin im Mai 2017 absolviert. Bestimmte Voraussetzungen gebe es dafür nicht: „Man sollte aktiv sein und mit Kindern arbeiten wollen, das ist alles.“ Zu der Qualifikation gehöre ein fünftägiger Workshop in Wien und anschließende Prüfungen in verschiedenen Bereichen.

Insgesamt begleitet sie aktuell fünf Kurse in Düsseldorf und Ratingen. Kanga hat seinen Namen von dem rosafarbenen Känguru aus den Geschichten um Winnie the Poo. Im Jahr 2008 hatte die österreichische Fitnesstrainerin Nicole Pascher das Programm erfunden. „Es ist ein Sport für Mamas, die nach der Schwangerschaft wieder fit werden wollen“, sagt Anika Maciejowski. Die Übungen seien auf die besondere körperliche Situation abgestimmt. So würden die Gelenke nicht belastet, dafür aber Bereiche wie der Beckenboden trainiert.

Bei den Müttern in Benrath kommt der Kurs gut an. „Meine größte Sorge war, dass ich zu unsportlich bin, das war aber völlig unbegründet“, erzählt Teilnehmerin Janine R. Dabei sind die Übungen mit dem Gewicht des Kindes in der Trage durchaus anstrengend. Nach einer Stunde sind die Mütter vom Sport und die Babys durch die Köperwärme durchgeschwitzt.  

Bei Maciejowski kommt aber auch der Spaß nicht zu kurz. Sie überlegt sich immer wieder neue Choreografien und wählt dazu aktuelle Lieder aus. Auch Vaneta B. ist begeistert von Kanga. Ihr sieben Monate alter Sohn Theo ließe sich normalerweise nicht ablegen, daher komme Training im Fitnessstudio für sie nicht in Frage. Beim Kanga kann er einfach an ihrem Körper bleiben. So wie die meisten Kinder schläft Theo bei den Bewegungen und der Musik schnell ein.

Kanga richtet sich an Mütter mit Kindern ab einem Alter von sechs bis acht Wochen. Eine Obergrenze gebe es nicht, das Kind müsse aber noch getragen werden können. Wer noch nicht die passende Trage gefunden ist bei Anika Maciejowski ebenfalls an der richtigen Stelle: Sie hilft als geschulte Beraterin bei der Auswahl. Das Angebot richte sich aber nicht nur an Frauen, auch Väter seien herzlich willkommen. Ein Kurs dauert acht Wochen und kostet 95 Euro. Der Einstieg sei jederzeit möglich.

Im Benrather Kurs montags von 9.30 bis 10.30 Uhr sind sogar noch Plätze frei. Daneben bietet Maciejowski pränatale Kangakurse sowie Kangaburn-Workouts an, die sich mit einem besonders intensiven Training an Frauen ab dem ersten Jahr nach der Geburt richten und ohne Kinder stattfinden. Die Anmeldung erfolgt unter www.kangatraining.info.

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