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Niederkassel: ASP: Offener Brief an die Stadt wirkt

Niederkassel : ASP: Offener Brief an die Stadt wirkt

Die Neubesetzung der vakanten hauptamtlichen Stelle auf dem Abenteuerspielplatz ist in greifbare Nähe gerückt. Elternvertreter appellieren an OB Elbers. Bürgermeistern Marie-Agnes Strack-Zimmermann setzt sich persönlich ein.

Seit dem 1. Januar muss der Abenteuerspielplatz (ASP) mit nur einer hauptamtlichen Stelle auskommen, weil der Posten des langjährigen Leiters Lothar Wiehagen, der am 31. Dezember 2012 in den Ruhestand wechselte, noch immer nicht besetzt ist. Dagmar Behmer-Speier und Anja Tödter, Vorsitzende der Elternvertretung des 1972 gegründeten Vereins appellieren nun an Oberbürgermeister Dirk Elbers und Mitglieder der Verwaltungskonferenz, möglichst schnell die vakante Stelle neu zu besetzen.

"Qualifizierte Anwärter gibt es und die Situation auf dem Spielplatz macht deutlich, wie dringend die zweite hauptamtliche Stelle gebraucht wird", sagt Dagmar Behmer-Speier. Schließlich sei der Abenteuerspielplatz der einzige pädagogisch geführte Spielplatz im linksrheinischen Düsseldorf. Seit 40 Jahren würden dort Kinder aus dem Stadtteil und auch ganz Düsseldorf sowie dem angrenzenden Umland qualifiziert und kompetent betreut.

Die Vorsitzende appelliert an OB Elbers, auf der Basis seiner erklärten sozialen Ziele und gemäß dem zwischen der Landeshauptstadt und den Verbänden der freien Wohlfahrt am 23. August 2007 geschlossenen Rahmenvertrag zur Sicherung von sozialen Diensten und Aufgaben, zu handeln. Ihren Appell verbindet Dagmar Behmer-Speier mit der Bitte, "die wertvolle pädagogische Bildungsarbeit und das unmittelbare Naturerleben auf dem Abenteuerspielplatz ohne personelle Einschränkungen weiter fortzuführen. Unsere Kinder sollen unter der unzureichenden Personalsituation nicht leiden müssen."

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Hingewiesen wird auf das einmalige Konzept der offenen Jugendarbeit im Linksrheinischen. Und zum Schluss des Offenen Briefes heißt es: "Sorgen Sie dafür, dass die vakante Stelle umgehend besetzt wird, und zeigen Sie so einmal mehr, dass im 725. Jahr unserer Stadt ,unser Herz für Düsseldorf schlägt.'"

Bevor der Oberbürgermeister auf den Brief antworten konnte, zeigte Bürgermeisterin Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP), dass ihr Herz auch fürs Linksrheinische schlägt. Prompt nach Bekanntwerden des Offenen Briefes hat sie das Thema in den Jugendhilfeausschuss gebracht und sich dafür eingesetzt, dass mit Beginn der Sommersaison, also April, alles geregelt, die Stelle neu besetzt sein wird. Persönlich wolle sie dafür sorgen, dass ein über 40 Jahre bewährter Spielplatz von den Kindern uneingeschränkt genutzt werden kann und die Stelle zügig besetzt werde. "Ich bin sehr beeindruckt von der Einrichtung, die zu einem hohen Prozentsatz von Ehrenamtlichen geführt wird", ergänzt die Bürgermeisterin. So habe sie einen guten Kontakt zu den Elternvertreterinnen, denn der Vorstand habe ja ein Mitspracherecht bei der Besetzung der hauptamtlichen Stelle.

Die FDP-Politikerin kennt sich auf dem abenteuerlichen Gelände gut aus, hat sie doch einst mit ihren Eltern in der Nähe, am Niederkasseler Kirchweg, gewohnt. "Dort, wo sich heute der Abenteuerspielplatz befindet, war eine Wiese, auf der Ponys weideten. Für uns Kinder war das immer eine Attraktion, wir haben oft und gerne dort gespielt." Deshalb sei ihr die uneingeschränkte Nutzung des Spielgeländes ein persönliches Anliegen.

(RP)