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Politiker wollen Lösungen für die Probleme am Angermunder Baggersee in Düsseldorf

Ärger am Angermunder Baggersee : Dauerhafte Lösung ist nicht in Sicht

Bislang wird nur auf die vielen Probleme am Baggersee reagiert. Das hilft nie lange, die Situation zu entspannen. Deshalb fühlen sich viele der Angermunder inzwischen in Stich gelassen.

Die Situation rund um den Baggersee ist seit mehr als 30 Jahren Thema im Düsseldorfer Norden und bei den zuständigen Politikern und wird dies voraussichtlich auch weiterhin bleiben. Denn obwohl in den Seen das Baden nicht erlaubt ist, ziehen sie bei heißem Wetter dennoch die Besucher in Scharen an. Verbote und Kontrollen können das nicht dauerhaft unterbinden. Deshalb hat die Bezirksvertretung 5 auch immer wieder den Versuch unternommen, einen geordneten Badebetrieb, wie beispielsweise am Unterbacher See, zu erreichen. Damit sollen Dinge, die ohnehin stattfinden, wie das verbotene Schwimmen und Parken, in vernünftige Bahnen gelenkt werden.

Die Verwaltung hat diesen Wunsch bislang aber immer abgelehnt. Für den Angermunder Baggersee sei eine ruhige landschaftsbezogene Erholung ohne Badenutzung angestrebt, argumentiert sie und bezieht sich dabei auf einen Ratsbeschluss aus dem Jahr 2003. Als Gründe führt die Verwaltung außerdem die fehlende Infrastruktur, also Parkplätze, die vorhandenen Eigentumsverhältnisse, das Areal befindet sich teilweise im privaten und teilweise im städtischen Besitz, und die Lage im Landschaftsschutzgebiet und in Wasserzonen an.

Da die Realität aber anders als gewünscht aussieht, möchte Bezirksbürgermeiser Stefan Golißa (CDU) aber weiterhin eine große Lösung mit einer ordentlichen Bewirtschaftung des Areals mit dazu gehörigen Parkplätzen erreichen. Da eine Umsetzung aber fraglich ist und lange dauern würde, setzt er sich dafür ein, die Verhältnisse zumindest bis dahin zu verbessern. Er will etwa dafür sorgen, dass mehr Mülltonnen aufgestellt werden. Ein von Besuchern genutzter Weg, der eigentlich nur für landwirtschaftlichen Verkehr geöffnet ist, soll mit Pollern verschlossen werden, und Golißa möchte sich für stärkere Kontrollen rund um den See stark machen.

Starke Kontrollen von Falschparkern befürwortet auch Benjamin Schwarz (SPD). Er könnte sich auch die Einführung von Anwohnerparkzonen in der warmen Jahreszeit vorstellen. „Das muss dann allerdings auch mehr und regelmäßig kontrolliert werden, um Sinn zu machen.“ Außerdem möchte er mit weiteren Mitgliedern der SPD bei einer zweitägigen Aktion Badegäste ansprechen und um Rücksichtnahme werben. „Ohne Rücksicht aufeinander werden wir die Probleme nicht lösen können.“