1. NRW
  2. Städte
  3. Düsseldorf
  4. Stadtteile
  5. Angermund

Angermund: Politiker befürchten Konflikte an der Wacholderstraße

Angermund : Politiker befürchten Konflikte an der Wacholderstraße

In der Nachbarschaft zu einem Gewerbegebiet wird eine neue Wohnsiedlung gebaut. Die Mitarbeiter verlieren deshalb dort Parkplätze.

Die Bezirksvertretung 5 hat die nächsten Weichen für den Bau eines neuen Wohngebietes an der Wacholderstraße gestellt und einstimmig den Bebauungsplan-Entwurf zugestimmt. Insgesamt sind auf dem rund 2,6 Hektar große Plangebiet 47 Einfamilienhäuser geplant, von denen 20 Prozent preisgedämpft und 20 Prozent als öffentlich gefördert errichtet werden.

Anregungen hatten die Politiker aber zu den Parkplätzen rund um die Wacholderstraße. Die Stellplätze für die neuen Bewohner werden auf deren Grundstücken entstehen. Zudem sind Besucherparkplätze in einer neuen Erschließungsstraße geplant. Ein Besucherparkplatz für vier Wohneinheiten ist vorgesehen. Die Politiker befürchten aber, dass es dennoch zu Parkproblemen kommen könnte. Der Grund ist, dass die Mitarbeiter der umliegenden Gewerbebetriebe bisher auf einer privaten Fläche parken konnten, die nun überbaut wird.

Die Verwaltung sieht hier die Gewerbebetriebe in der Pflicht. Diese müssten auf ihren Grundstücken ausreichend Stellplätze nachweisen. "Das ist gar nicht mehr möglich und nicht realistisch, da die Grundstücke das nicht hergeben. Auch wenn die Betriebe keinen Anspruch auf Parkplätze haben, sollte sich die Verwaltung nicht damit zufrieden geben", sagt Ulrich Decker (CDU). Würde man jetzt nichts machen, seien die Konflikte vorprogrammiert. "Der Parkdruck ist jetzt schon hoch und zeigt, dass zusätzlicher Platz dringend benötigt wird", sagt Dieter Horne (SPD). Er regt an, den Bau einer Tiefgarage zu prüfen.

Das sieht die Verwaltung aber als problematisch an, da das Bauland größtenteils in einer Wasserschutzzone liegen würde. Zudem sei es kaum möglich, einem Investor eine Quartiersgarage für die Gewerbebetriebe in der Umgebung zur Auflage zu machen.

Unproblematisch im Bezug auf Lärm sieht die Verwaltung das dichte nebeneinander von Gewerbe und Wohnen. Damit die dort ansässigen Unternehmen ohne Einschränkungen weiterarbeiten können, sind verschiedene Schallschutzeinrichtungen vorgesehen. Die Häuser, Garagen und Nebengebäude gegenüber den Gewerbeunternehmen sollen untereinander mit einer gläsernen Wand verbunden werden, so dass eine durchgängige Schallschutzwand entsteht.

(brab)