Düsseldorf: Kritik an Bauplänen für Wacholderstraße

Angermund : Bürgerinitiative kritisiert Baupläne an der Wacholderstraße

Die Widerspruchsfrist für geplantes Neubaugebiet mit 47 Einfamilienhäusern in Angermund läuft in der kommenden Woche aus. Aus der Bevölkerung regt sich jetzt Widerstand.

Am Montag ist die Widerspruchsfrist für das geplante Neubaugebiet an der Wacholderstraße abgelaufen. Dort sind 47 Einfamilienhäuser geplant. Die Bürgerinitiative Angermund hat zuvor eine ausführliche Stellungnahme an das Stadtplanungsamt geschickt und darin das Gutachten zu der Lärmbelastung kritisiert. Dieses sei fehlerhaft und würde beispielsweise Lärmschutzwände entlang der Bahnlinie berücksichtigen, die es aber noch gar nicht gibt.

Die Initiative rechnet frühestens 2030 mit dem Lärmschutz. "Unserer Ansicht nach, verfälscht dieses Gutachten die Lärmrealität für die Käufer und Nutzer dieser Immobilien ganz erheblich", schreibt die Initiative.

Das Neubaugebiet liegt rund 80 Meter von der Bahntrasse entfernt, auf der heute bereits täglich über 500 Züge verkehren. "Trotz dieser - bereits vor 20 Jahren gutachterlich festgestellten - sehr hohen Lärmbelastung verfügt Angermund bis heute über keinen Gesundheitsschutz in Form von Lärm-/Erschütterungsschutz", schreibt die Initiative.

Die Verwaltung hält hingegen den geplanten Lärmschutz für ausreichend. Damit die neuen Bewohner nicht von Lärm aus dem benachbarten Gewerbegebiet gestört werden und die dort ansässigen Unternehmen ohne Einschränkungen weiterarbeiten können, sind verschiedene Schallschutzeinrichtungen vorgesehen, die auch gegen den Zuglärm schützen sollen. Die Häuser, Garagen und Nebengebäude im Neubaugebiet sollen untereinander verbunden werden, so dass eine durchgängige Schallschutzwand entsteht. Diese Abschirmung nach außen soll einen ruhigen Innenbereich schaffen.

(brab)
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