Angermund: Die RRX-Trasse soll im Boden verschwinden

Angermund: Die RRX-Trasse soll im Boden verschwinden

Einstimmig hat der Stadtrat Mitte März für eine weitere Prüfung der Einhausungsvariante für die RRX-Trasse in Angermund votiert. Parallel sollen Experten sowohl die Schallschutzlösung der Deutschen Bahn wie auch die Variante der Bürgerinitiative Angermund, bei der die Trasse in offener Bauweise tiefer gelegt und mit einem Deckel verschlossen wird (Einhausung), prüfen. Letzte Woche hat die Bahn ihre Ergebnisse präsentiert und kommt zu dem Schluss, dass die Einhausung zu teuer und zudem nicht realisierbar sein.

"Das sind alles alte Kamellen, die die Bahn präsentiert. Da hat sich nichts seit der ersten öffentlichen Vorstellung im November 2014 verändert. Die Bahn dreht sich im Kreis und ist nicht bereit, neue Idee und Ansätze in die Planungen aufzunehmen", sagt Elke Wagner von der Bürgerinitiative. Diese kritisiert, dass die Bahn Einwände vortragen würde, die längst am Runden Tisch überholt wurden. "Die Bahn argumentiert etwa immer noch mit der Grundwasserproblematik bei unserer Lösung. Ingenieurbüros, die auch am Rheinufertunnel und dem Kö-Bogen mitgearbeitet haben, haben uns aber bestätigt, dass der Fluss des Grundwassers in Angermund durch einen Tunnel nicht gestört werden würde", sagt Wagner.

Im Gegensatz zu der Bahn hätte sich die Initiative weiterentwickelt. Von der Tunnellösung sei man über eine Einhausung, bei der der Deckel über zwei Meter aus der Erde ragen würde, zu einer geländegleichen Einhausung gekommen. "Die ist umsetzbar und würde alle Probleme lösen", sagt Richard Kleinofen, Vorstandsmitglied der Initiative. Denn die Tieferlegung würde für ausreichenden Schallschutz sorgen und der Ort würde nicht von der Bahn in zwei Teile zerschnitten werden.

"Viele Rückfragen zeigen, dass eine erhebliche Verunsicherung darüber besteht, wie es weitergehen soll. Angesichts der offenbar festgelegten Meinung der Bahn wird befürchtet, dass der Ratsbeschluss unterlaufen werden soll", sagt Andreas Auler (CDU). Er lädt deshalb am Freitag, 7. Juli, um 17.30 Uhr in die Walter-Rettinghausen-Halle an der Straße Freiheitshagen zu einer Bürgerversammlung zum aktuellen Planungsstand des RRX ein.

(brab)