Angermund: Baumbestattungen in Angermund

Angermund: Baumbestattungen in Angermund

Die Bestattungskultur ist im Wandel, der Trend geht immer mehr zu pflegeleichten Gräbern. Das klassische Wahlgrab mit einer kostenintensiven Pflege ist immer weniger gefragt, denn viele Angehörige haben nicht die Möglichkeit und Zeit, ein Grab in Ordnung zu halten. Die Bezirksvertretung 5 hat deshalb die Verwaltung aufgefordert, auf dem städtischen Friedhof in Angermund Möglichkeiten für Baumbestattungen einzurichten. Das soll nun bis zum Sommer erfolgen.

Dafür werden auf einer Wiesenfläche ein Taschentuchbaum und ein Zierapfelbaum gepflanzt, die besonders schön und zu verschiedenen Zeiten blühen. Außerdem wird die Wiese mit blauen Krokussen bepflanzt, welche den Bereich im Frühjahr in ein blaues Blütenmeer verwandeln sollen. Um die beiden Bäume herum werden die Felder für insgesamt 120 Urnen angelegt. Denn bei der alternativen Grabart der Baumbestattung werden biologisch abbaubare Holzurnen in den Wurzelbereich von Bäumen eingesetzt. Diese Bestattungsart wird beispielsweise schon seit einigen Jahren auf dem Gerresheimer Waldfriedhof angeboten.

An den beiden Zugängen zur Wiese werden Sitzbänke mit Blick auf das Grabfeld aufgestellt. Zudem wird es Bänke geben, auf denen Blumen und Schmuck abgelegt werden kann. Entlang des Weges ist ein 50 Zentimeter breiter Streifen aus Natursteinen geplant, auf denen die Namen der Verstorbenen eingraviert werden können.

Auf dem kleinen evangelischen Friedhof in Kaiserswerth ist man schon weiter. Bereits 2013 wurde dort ein Gemeinschaftsgrab eingerichtet, in dem Urnen beigesetzt werden. Da der Bedarf nach solchen Beerdigungen sehr groß war, folgte ein zweites Gemeinschaftsgrab. Ab diesem Jahr soll es in Kaiserswerth auch das erste pflegefreie Gemeinschaftsfeld für Sargbestattungen geben.

(brab)