Schulen : Angermunder Grundschule braucht mehr Platz

Die Prognosen für die Anzahl der Schüler haben sich geändert. Jetzt sollen Container kurzfristig helfen.

Vor zwei Jahren hatte die SPD in der Bezirksvertretung 5 bereits eine Erweiterung der Friedrich-von-Spee-Grundschule als notwendig angesehen. Damals ging die Verwaltung davon aus, dass die Räume der Grundschule ausreichen würden. Ihre Prognose ging von sinkenden Schülerzahlen aus und dabei wurden auch die geplanten Neubaugebiete berücksichtigt, die in Angermund realisiert werden sollen. Bis zum Schuljahr 2022/23 sollte es an der Grundschule jeweils eine Klasse weniger pro Jahrgang geben. „Erweiterungsmaßnahmen sind nach der Einschätzung der Schulverwaltung in den nächsten Jahren nicht erforderlich“, sagte die Verwaltung damals.

Inzwischen hat sich diese Einschätzung teilweise geändert. „Die Verwaltung hat den zusätzlichen Raumbedarf zum Schuljahr 2019/20 erkannt und arbeitet derzeit mit Hochdruck daran, eine Container-Lösung für den Standort zu realisieren, damit zum kommenden Schuljahr eine weitere Eingangsklasse aufgenommen und der Bedarf gedeckt werden kann“, wird in der Bezirksvertretung 5 mitgeteilt. Damit ist die Verwaltung einem Antrag der CDU-Fraktion zuvorgekommen, die auch eine kurzfristige Lösung fordert. „Aktuell ist die Situation so, dass eigentlich nicht ausreichend Klassenräume zur Verfügung stehen, was zur Folge hat, dass auf den eigentlich als Speiseraum vorgesehenen Raum sowie auch auf OGS-Gruppenräume als Klassenräume zurückgegriffen werden muss. Das beeinträchtigt natürlich den Schulbetrieb“, sagt Ratsherr Andreas Auler (CDU).

Bedauerlicherweise habe die Verwaltung nicht früh genug reagiert, so dass ein auf dem Schulgelände bis vor wenigen Wochen noch vorhandener Container, der zuvor mehrere Jahre von der benachbarten Kindertagesstätte genutzt wurde, gekündigt und mittlerweile auch abgebaut wurde. Da auch kleine Nebenräume für den Schulbetrieb benötigt werden, wird zurzeit neben der Containerlösung zusätzlich auch die Umnutzung einer Hausmeisterwohnung geprüft.

Mehr von RP ONLINE