Angermund : Angermunder feiern Wein-Fest

830 Jahre ist der Stadtteil geworden - für den Kulturkreis ein Grund zum Feiern.

830 Jahre sind zwar kein Jubiläumsdatum im klassischen Sinn, aber für die Mitglieder des Angermunder Kulturkreises dennoch ein Grund für ein Wein-Sommerfest. Vereine, Verbände, Institutionen und im großen Ganzen auch das Wetter trugen ihren Anteil zum Gelingen des Festes im nördlichsten Düsseldorfer Stadtteil bei. Paare flanieren, Familien machen Halt auf ihrer Radtour - Anlieger haben Tische vor ihren Häusern aufgestellt und feiern mit Freunden und Nachbarn. André Schuster vom Angermunder Kulturkreis ist zufrieden - mit dem Wetter und den Temperaturen. 400 Mitglieder hat der Kulturkreis, was für den 6000 Einwohner großen Stadtteil eine respektable Quote ist. Weinliebhaber kommen bereits im Bürgerhaus, wo im Garten mit dem "Leib & Rebe" eine Auswahl unterschiedlicher Weine angeboten wird, auf ihre Kosten. Einen Platz mit direktem Blick auf die Feier-Viertelmeile hat sich Hans-Jürgen Sänger ausgesucht, der die klassische Kombination aus einem Stück frischem Flammkuchen und einem Glas trockenem Müller-Thurgau genießt. "Allerdings verliert der historische Ortskern durch die Abriss- und Bautätigkeit viel von seiner ursprünglichen Atmosphäre", merkt der Angermunder, der seit 1978 im Ort lebt, kritisch an.

Wer keinen Wein mag, ist bei der KG De elf Pille an der richtigen Adresse. "Wir schwimmen gern gegen den Strom, deshalb gibt es bei uns Helles und Dunkles von einer niederrheinischen Traditionsbrauerei", sagt Detlev Keijzer, Mitglied des Elferrats. Bei den Narren gibt es zudem rustikale Brote als ideale Grundlage. Ansonsten runden Lachs-Spezialitäten, Brote mit hausgemachten Pesto-Varianten sowie Kuchenspezialitäten das Angebot ab. Dabei hat das süße Gebäck keinesfalls den Effekt, das der Wein auf den Geschmacksknospen eher zu Essig tendiert. "Diese Bisquits rosés verzehrt man in Frankreich traditionell zu Champagner und Crémant", sagt Britta Wolff, die auch als Miet-Köchin unterwegs ist. Der einsetzende Regen lässt die Feier-Gemeinde dann noch ein bisschen näher zusammenrücken.

(schk)
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